Handelsblatt: Bundesnetzagentur kappt Erlöse der Stromkonzerne
Laut Handelsblatt (17.11.09) will die Bundesnetzagentur den vier Betreibern der deutschen Höchstspannungsleitungen für 2010 nur deutliche geringere Erlöse als 2009 erlauben. Wie aus Branchenkreisen zu erfahren gewesen sei, werden die Obergrenzen je nach Unternehmen zwischen zehn Prozent und mehr als 30 Prozent niedriger liegen. Am stärksten sei EnBW betroffen. Auf die Verbraucher hätte dies jedoch kaum Auswirkungen, da der Grund für die Senkung der Entgelte in erster Linie eine neue Systematik bei der Umlage der Kosten für die staatlich geförderte Einspeisung von erneuerbarer Energie sei: Während die EEG-Kosten bislang über die Netzentgelte abgerechnet worden sind, werden sie künftig gesondert als EEG-Umlage von den Vertriebsgesellschaften bei den Verbrauchern eingesammelt und den Netzbetreibern überwiesen. Dieses Vorgehen soll die Bestandteile des Strompreises transparenter machen. Obwohl also die Erlöse der vier Netzbetreiber um mehrere hundert Millionen Euro sinken, habe dies auf die Rentabilität keinen Einfluss.


