TÜV: Advent, Advent, die Lichterkette brennt
Funkelnde Rentiere, grün-blau-rot blinkende Sterne oder leuchtende Kunststoffschläuche: In der Vorweihnachtszeit glitzern draußen und drinnen wieder Lichterketten in allen Farben und Formen. Geradezu gefährlich sind jedoch schlechte Verarbeitung, lockere Stromkabel und Verbrennungsgefahr, verschluckbare Kleinteile, verbotene Weichmacher und fehlende Sicherheitshinweise.
Der TÜV testete 42 Lichterketten. Das Ergebnis: Obwohl nur die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben überprüft wurde, fielen 32 Lichterketten glatt durch. „Sie weisen zum Teil gefährliche Sicherheitsmängel auf. Bei drei Lichterketten besteht sogar die Gefahr eines Stromschlags", so Henk-Jan Pieters vom TÜV Rheinland EPS in Niekerk, wo der Lichterschmuck geprüft wurde. Die am häufigsten festgestellten Mängel sind falsche oder fehlende Sicherheitshinweise auf den Verpackungen und zu große Hitzeentwicklung. Fehlende Sicherheitshinweise können gravierende Folgen haben, beispielsweise wenn nicht erkennbar ist, dass Lichterketten nur in Innenräumen verwendet werden dürfen oder defekte Lampen sofort ausgetauscht werden müssen. Letzteres kann, wenn eine Lampe ausfällt und die Kette weiter brennt, sehr große Hitzeentwicklung zur Folge haben.
Generell empfehlen die Fachleute, elektrische Weihnachtsdekoration nur bei bekannten und sicheren Quellen zu kaufen, um etwaige Mängel reklamieren zu können. Tipps dazu, wie Verbraucher Wohnung, Haus und Garten festlich schmücken und dabei potenzielle Risiken minimieren, gibt es unter http://www.tuv.com/de/news_weihnachtsdeko.html.
Quelle: TÜV Rheinland, 20.11.2009 und 23.11.2009


