05.02.10 09:54 Alter: 215 days

Bundesregierung plant drastische Kürzung der PV-Strom-Vergütung für Dachanlagen schon ab April 2010

Die Bundesregierung will die Vergütung für Solarstromanlagen noch in diesem Jahr generell um 15 Prozent zusätzlich kürzen, meldet der iwr am 20. Januar. Agenturberichten zufolge soll diese Änderung für Dachanlagen zum 1. April und für Anlagen auf Freiflächen zum 1. Juli in Kraft treten. In den kommenden Jahren soll sich die Förderung an dem Markterfolg der Solarbranche ausrichten. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) warnt eindringlich vor einer Insolvenzwelle in der Zukunftsbranche Photovoltaik und dem Verlust zehntausender Arbeitsplätze, sollten die nun vorgestellten drastischen Kürzungen bei der Solarförderung in den nächsten Wochen umgesetzt werden. Eine Nachbesserung der Ministerpläne sei unverzichtbar. Auch der NABU warnt vor den Konsequenzen für den deutschen Photovoltaik-Markt. Es sei richtig, dass die Vergütungssätze für Solarstrom im Erneuerbare-Energien-Gesetz den gesunkenen Preisen für Photovol­taik-Anlagen angepasst werden müssen, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Doch kämen die geplanten Einschnitte zu plötzlich und seien zu hoch. Auch Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) warnte die Politik vor neuen Hindernissen auf dem Weg ins Regenerativzeitalter. Diese drohen nach Ansicht des BEE durch zu starke Einschnitte bei der Vergütung für Solarstrom und durch Lauf­zeitverlängerungen für Atomkraftwerke.


  

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