06.04.10 09:31 Alter: 2 yrs

Bundesnetzagentur: Bericht zum Thema "Smart Metering" erarbeitet

Die Bundesnetzagentur hat in diesem dynamischen Prozess eine wichtige Funktion. Sie gestaltet auf der einen Seite durch Festlegungen den Rahmen für die Marktakteure aus, auf der anderen Seite steht sie dem Gesetz- und Verordnungsgeber beratend zur Seite. So hat die Bundesnetzagentur jetzt einen Bericht zu allen wesentlichen rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten eines flächendeckenden Einsatzes intelligenter Zähler, sog. Smart Meter, sowie zu zeit- und lastvariablen Tarifen vorgelegt.

 

"Wir empfehlen in unserem Bericht eine Reihe von konkreten Maßnahmen wie etwa den verpflichtenden Einbau moderner Messeinrichtungen auch im Falle eines Turnuswechsels oder anderer technisch bedingter Wechsel. Außerdem regen wir Anreize für einen umfassenden Rollout seitens der Unternehmen sowie eine Konkretisierung von Mindestanforderungen für ein modulares, multisparten- und multiverbraucherfähiges modernes Messsystem an. Schließlich schlagen wir vor, einen Wettbewerb ‚Region Moderne Messsysteme’ auszuschreiben sowie eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen", erläuterte Kurth.

 

"Die Verbraucher können von dem zunehmenden Wettbewerb auf den Energiemärkten aber schon heute profitieren – wenn sie von ihren Wechselmöglichkeiten tatsächlich Gebrauch machen. Die Zahl der Lieferantenwechsel ist sowohl im Strom- als auch im Gasbereich sicher noch steigerungsfähig. Vor allem der Anbieterwechsel übt Druck auf die Preise aus. Der Verbraucher kann inzwischen unter einer Vielzahl von Anbietern auswählen und durch einen Anbieterwechsel häufig erhebliche Kosteneinsparungen realisieren, wie Preisvergleiche immer wieder zeigen. Der Verbraucher braucht auch keine Angst vor einem Wechsel zu haben. Durch den Wechsel des Strom- oder Gasanbieters kann es nicht zu einer Unterbrechung der Versorgung kommen", betonte Kurth.

Quelle: Bundesnetzagentur, 23.03.2010