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Gasnetzentgelte dürften 2026 erneut deutlich steigen

Wie die ene’t GmbH, Digitalisierungs- und Dienstleistungsanbieter in der Energiebranche, im Oktober 2025 ermittelt hat, deuten die bis dahin veröffentlichten Preisblätter zu den vorläufigen Gas-Netznutzungsentgelten 2026 erneut Preissteigerungen auf breiter Fläche an. Bereits zum Jahreswechsel 2024/2025 erhöhten sich die Durchleitungsgebühren gravierend, als viele Betreiber unter anderem im Rahmen des Festlegungsverfahrens KANU 2.0 Abschreibungen kürzer ansetzen konnten.

Inzwischen hätten 38 Verteilnetzbetreiber ihre vorläufigen Entgelte für das kommende Jahr veröffentlicht. Trotz der geringen Zahl decken ihre Netzgebiete rund 40,4 Prozent der gasversorgten Fläche ab, sodass sich bereits ein erster Trend ablesen lässt. Demnach steigen die Kosten für die Gasdurchleitung je nach Abnahmefall durchschnittlich um rund 10 bis 12 Prozent.

Nach e’net-Angaben steigen im Gewerbebereich auf Basis der bislang vorliegenden Daten beim Abnahmefall 200.000 kWh/125 kW, ND SLP, die Netzkosten um 10,85 Prozent im Vergleich zu 2025. Beim Abnahmefall 5.000.000 kWh/1450 kW, MD RLM, sind es 11,9 Prozent. Mit der Bekanntgabe weiterer Preisblätter wird sich zeigen, mit welchen durchschnittlichen Mehrbelastungen Gaskund*innen in 2026 rechnen müssen. Allerdings entfällt ab 2026 die Gasspeicherumlage.

Die Steigerungen bei den Netzentgelten führen Marktkenner auf mehrere Ursachen zurück, zum einen haben sich wie oben erwähnt bilanzielle Abschreibungsmöglichkeiten für Netzbetreiber geändert, die offenbar gern genutzt werden, zum anderen sinkt der Gasverbrauch, was aufgrund der davon nicht betroffenen Kostenstruktur den Preis für jede transportierte Kilowattstunde erhöht.