FTD: Großverbraucher geben Strom zurück
Laut einem Artikel der Financial Times Deutschland vom 01.04.2009 erreicht die Rezession nun die Stromerzeuger. Produktionseinbrüche bis zu einem Drittel in vielen Branchen wie der Stahl- und Autoindustrie zwingen demzufolge immer mehr Großverbraucher von Strom dazu, auf die Abnahme von 2008 bereits fest eingekaufter Energie zu verzichten. Dieses System könnte sich jetzt als Bumerang erweisen. Eigentlich solle es beiden Seiten Sicherheit geben. Den Verbrauchern ermöglicht es, mit vorab zugesicherten Strompreisen zu kalkulieren. Die Erzeuger wiederum können Strombeschaffung und Kraftwerke optimal steuern. Deshalb seien Abweichungen von den vereinbarten Mengen nur in engen Grenzen üblich. Das funktioniere zu normalen Zeiten, doch drastische Verbrauchseinbrüche wie gegenwärtig seien dabei nicht vorgesehen. Laut dem FTD-Beitrag glauben externe Beobachter nicht, dass die Erzeuger ungeschoren durch die Krise kommen; die Wahrscheinlichkeit von Kundenpleiten wachse. Der Markt werde derzeit mit zurück gegebener Energie geflutet, mit in der Folge sinkenden Preisen, die aber die Privathaushalte wohl nicht erreichen dürften, da sich viele Stadtwerke in 2008 zu teuren Preisen mit Strom eingedeckt hätten.
Quelle: Financial Times Deutschland, 01.04.2009


