Brüderle: "Die Herausforderungen beim Ausbau der Erneuerbaren liegen bei den Netzen!"
Die am 23.11.2010 veröffentlichte dena-Netzstudie II beziffert den Netzausbaubedarf für die Stromübertragungsnetze bis 2020 auf bis zu 3.600 km - zusätzlich zu den 850 km der dena-Netzstudie I, von denen bislang rund 90 km in Betrieb sind. Maßgeblicher Treiber für den Netzausbau ist der Ausbau der Windenergie: Im Jahr 2020 werden die Windkraft-Erzeugungskapazitäten bei 51 Gigawatt liegen. Windkraft ist damit die dominierende Größe beim Netzausbau.
Bundeswirtschaftsminister Brüderle mahnt, die Netze dürften nicht zum Nadelöhr werden. Nur mit neuen Stromleitungen könne Strom aus Erneuerbaren in das Gesamtsystem integriert und zur tragenden Säule unserer Energieversorgung werden. Nur mit einem kosteneffizienten Ausbau könnten bezahlbare Strompreise für die Wirtschaft und die privaten Haushalte gewährleistet werden.
Das Energiekonzept der Bundesregierung enthält zur Förderung des Ausbaus und der Modernisierung der Netze solche Ziele wie den Bau neuer Leitungen, die Beschleunigung des Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Förderung neuer Technologien und die Schaffung von mehr Akzeptanz.
Im Hinblick auf den schleppenden Stromnetzausbau fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schnellere Genehmigungsverfahren für neue Leitungen. BDI- Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf plädierte laut einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung vom 26.11.10 für ein Netzausbau-Beschleunigungsgesetz, mit dem wichtige Netzinvestitionen innerhalb von fünf Jahren realisiert werden könnten.
Weiterführende Informationen zur dena-Netzstudie II unter: www.dena.de


