Stromanbieter erhöhen Strompreise trotz sinkender Beschaffungskosten
Unerfreuliche Weihnachtspost gab es für mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte in den letzten Wochen. Nicht nur die Konzerne, auch viele Stadtwerke haben deutliche Strompreiserhöhungen für 2011 angekündigt. Im Schnitt betragen die Erhöhungen der über 400 betroffenen Stromlieferanten gut 7 Prozent, je nach Netzgebiet erfuhr man sogar von 10 Prozent. Die Strompreise für private Stromkunden klettern seit Jahren kontinuierlich, obwohl die Einkaufspreise für die Stromanbieter in der gleichen Zeit spürbar sanken – um immerhin circa 20 Prozent.
Die kräftigen Strompreiserhöhungen zum neuen Jahr sind nicht nur bei den Verbrauchern unbeliebt, auch die Bundesnetzagentur wertet die Erhöhungen als ungerechtfertigt. Die Stromanbieter machen die gestiegenen Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien für ihre Preispolitik verantwortlich. Die Bundesnetzagentur kontert jedoch, trotz der höheren EEG-Umlage gebe es bei den Strombeschaffungspreisen eine deutliche Entspannung, sodass 2011 der Anteil dieser Kosten am Strompreis für den Haushaltskunden spürbar sinken müsste. Dies ist nun nicht der Fall – da hilft nur, sorgfältig die Preise und Tarife zu vergleichen und zu einem Anbieter zu wechseln, der die gesunkenen Stromeinkaufspreise an seine Kunden weiterreicht.


