06.07.07 10:26 Alter: 5 yrs

Gaswirtschaft legt Klimaschutz-Aktionsprogramm vor

Die deutsche Gaswirtschaft hat am 2. Juli 2007 das Aktionsprogramm „Klimaschutz, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“ vorgelegt. „Damit leistet die Branche einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Ausbau erneuerbarer Energien und zur Minderung von CO2-Emissionen“, sagte Dr. Wolf Pluge, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des BGW. Das Aktionsprogramm der Gaswirtschaft beinhaltet folgende Elemente:  
• Reduzierung der CO2-Emissionen,  
• Verbesserung der Energieeffizienz im Wärmemarkt,  
• Beimischung von Bioerdgas als Kraftstoff,  
• Entwicklung des Bioerdgasmarktes.  
Die Gaswirtschaft wird ihre erfolgreichen Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen fortsetzen, zu denen sie sich im Rahmen ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2000 verpflichtet hat. Zusätzlich verpflichtet sich die Gaswirtschaft freiwillig, bis 2016 die Effizienz der Gasnutzung im Haushalts- und Kleingewerbesektor im Vergleich zu 2008 massiv zu steigern. Um die Verwendung von Bioerdgas als Kraftstoff zu fördern, erklärt sich die Branche bereit, auf der Basis heutiger Marktprognosen bis 2010 dem Erdgasabsatz, der in den Kraftstoffbereich geht, zehn Prozent Bioerdgas beizumischen. Diese Quote soll bis 2020 auf 20 Prozent erhöht werden. Ziel der Branche ist es außerdem, bis 2030 bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Bioerdgas in die Erdgasversorgung Deutschlands integrieren zu können. Dazu wird die deutsche Gaswirtschaft den Bioerdgasmarkt engagiert und auf wirtschaftlicher Basis entwickeln.  
„Mit dem Klimaschutz-Aktionsprogramm unterstützt die Branche die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele, die sich die Europäische Union unter deutscher Ratspräsidentschaft gesetzt hat. Voraussetzung für den Erfolg dieser umwelt- und klimapolitischen Maßnahmen ist allerdings, dass die Investitionsfähigkeit der Gaswirtschaft auch mit dem Ziel des Klimaschutzes erhalten bleibt“, so Dr. Pluge. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Regulierungspraxis im Energiebereich. Die geplante Anreizregulierung müsse so ausgestaltet werden, dass sich Investitionen auch in Zukunft rechnen und die Unternehmen nicht wegen mangelnder Machbarkeit in ihrer Existenz gefährdet werden. Gleiches gelte für die Vorschläge der EU-Kommission zur eigentumsrechtlichen Entflechtung – dem so genannten Ownership-Unbundling. Die Vorstellungen der EU-Kommission kämen einer Enteignung der Unternehmen gleich, so das Geschäftsführende Präsidialmitglied des BGW.  
Download des Aktionsprogramms "Klimaschutz, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien" der Gaswirtschaft unter www.bgw.de  
 
Quelle: BGW, 02.07.2007