ENO-Preismonitor: ÖL
Ölmarkt unter Einfluss von Euro-Schuldenkrise und Atomstreit mit dem Iran
Vor rund vier Wochen notierte die Nordseesorte Brent bei gut 115 US-Dollar je Barrel, die US-Referenzsorte WTI bei fast 97 US-$. Anfang Dezember hat sich die Lage verändert. Brent liegt derzeit bei gut 109 US-$, WTI ist nach zwischenzeitlichem Höhenflug wieder auf rund 101 US-$ gesunken. Die Preisschere zwischen den beiden Leitsorten hat sich also verkleinert und klafft jetzt nur noch 7-8 US-$ auseinander. Rohölnachfrager halten sich derzeit zurück. Sorgen bereiten Analysten vor allem zwei Problemfelder: die Euro-Schuldenkrise (wobei Rating-Agenturen nicht gerade zur Beruhigung der Situation beitragen) und der Atomstreit mit dem Iran. Während Europa an gravierende Wirtschaftssanktionen bis hin zum Verbot von Ölimporten aus dem Iran denkt, führt der Iran – einer der weltweit bedeutendsten Ölförderstaaten – seinerseits heftige Konsequenzen solcher Sanktionen bis hin zu einer Ölpreisexplosion ins Feld.



