+49 (0)7251 / 926-555 info@enoplan.de

Betreiber von hocheffizienten KWK-Anlagen mit 50 kW elektrischer Leistung müssen ggf. einen förmlichen Antrag auf Stromsteuer-Befreiung stellen.

Die Bürokratie fordert wieder Opfer – bislang sind die meisten Betroffenen davon ausgegangen, dass die Grenze von 50 kW Leistung, ab der man für BHKW einen Erlaubnisantrag stellen muss, sich auf die Nettoleistung bezieht, so wie es auch das BAFA handhabt. Nun aber verdichten sich die Anzeichen, dass die Bruttoleistung zugrunde zu legen ist. Dies hat die Generalzolldirektion (GZD) am 6.12.2019 dem BHKW-Infozentrum auf dessen Anfrage mitgeteilt.

Die GZD weist darauf hin, dass bei Überschreitung der elektrischen Bruttoleistung (Generatorklemmen-Leistung) von 50 kW keine allgemeine Erlaubnis zur Entnahme von Strom für steuerbegünstigte Zwecke besteht und daher ein förmlicher Antrag gestellt werden muss. Diese Regelung gelte übrigens für alle KWK-Anlagen – auch für Bestandsanlagen, die bereits vor dem 1.7.2019 (Inkrafttreten des neuen Energie- und Stromsteuergesetzes) in Betrieb gegangen sind.

Das bedeutet nach Auffassung der ENOPLAN-Energiefachleute also, dass auch Anlagen mit exakt 50 kW ggf. gemeldet werden müssen, falls die Bruttoleistung >50 kW ist. Bei 50 kW handelt es sich je nach Benutzungsstunden um ca. 2.000 bis 4.000 Euro für den Zeitraum Juli bis Dezember 2019.

Weitere Infos zum Thema:
https://www.bhkw-infozentrum.de/bhkw-news/43254_Stromsteuer-Meldepflicht-gilt-fuer-50-kW-Bruttoleistung.html