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Die bisherige Marktkommunikation für gemessene Energiemengen wurde zum 01.12.2019 grundlegend verändert.

Früher:
Bis 30.11.2019 wurden die gemessenen Daten über B2B-Kommunikationskanäle vom Messstellenbetreiber zum Verteilnetzbetreiber gesendet. Der Verteilnetzbetreiber hat die Werte auf Plausibilität geprüft und, falls notwendig, die Ersatzwerte gebildet. Dadurch entstand eine qualitativ hochwertige abrechnungsrelevante Datenbasis. Diese Daten wurden dann an andere Marktteilnehmer, z. B. an die Stromlieferanten, ebenfalls per B2B-Kommunikationkanälen unter Berücksichtigung der Marktlokationszuordnung versendet. Auf Grundlage dieser Daten hat der Lieferant die Energierechnung an den Endkunden erstellt. Diese Vorgehensweise hat sich in letzten zehn Jahren immer weiter entwickelt und war die gängige, bewährte Praxis.

Jetzt:
Ab 01.12.2019 hat man die Vorgehensweise grundlegend verändert. Die Einführung neuer Marktkommunikationsregeln unter dem Stichwort „MaKo 2020“ betrifft insbesondere den Messstellenbetreiber, der eine zentrale Rolle in der Marktkommunikation übernimmt. Der Messstellenbetreiber wird zukünftig (nach dem Ende der Übergangsfrist bis zum 31.01.2020) die gemessenen Daten selbst plausibilisieren, falls notwendig Ersatzwerte bilden und an die anderen berechtigten Marktteilnehmer sternförmig (z. B. Verteilnetzbetreiber, Lieferanten etc.) versenden.

Problem:
Die Vielzahl an neuen Prozessen und Aufgaben inklusive Anpassungen der IT-Systeme ist nicht zu unterschätzen. Es findet gerade die größte Veränderung in der Marktkommunikation statt. Alle Verteilnetzbetreiber und alle Lieferanten sind betroffen. Wir rechnen mit deutlichen Problemen im Datenaustausch. Aus dem Marktumfeld merken wir, dass die Vorgehensweise der Verteilnetzbetreiber bei der Umstellung nicht einheitlich ist. Viele Marktteilnehmer haben individuelle Lösungen, die erst erprobt werden müssen.

Auch der Zeitraum der Umstellung, 01.12.19 bis 31.01.2020, wurde aus unserer Sicht unglücklich gewählt, weil durch eventuell fehlende Daten im Dezember die Jahresabrechnung 2019 gefährdet ist. Falls Ihr Unternehmen die Novemberrechnung noch nicht erhalten hat, könnte die Einführung der MaKo 2020 der Grund sein.