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Zum Jahreswechsel hat der größte Teil der deutschen Verteilnetzbetreiber die endgültigen Entgelte für das Jahr 2020 bekannt gegeben. Dort sind keine großen Überraschungen zu finden, denn schon die vorläufigen Preisblätter ließen eine deutliche Steigerung gegenüber 2019 erkennen – so die Einschätzung der ene’t GmbH, eines Systemhauses für die deutsche Energiewirtschaft mit Sitz in Hückelhoven, auf Basis ihrer Datenbank.

Im Durchschnitt fallen die Kostensteigerungen nach aktuellem Stand etwas weniger stark aus, als es sich noch im Oktober abzeichnete. Ein Single-Haushalt mit 1.500 kWh Jahresverbrauch wird nach aktuellem Datenstand im bundesweiten Durchschnitt um +5,2 Prozent höher belastet, was Jahreskosten von 162,14 Euro ausmacht. Am Musterhaushalt mit 3.500 kWh bemessen, steigen die endgültigen Entgelte gegenüber dem Vorjahr um +5,5 Prozent auf durchschnittlich 8,14 ct/kWh und machen somit häufig den größten Einzelposten auf der Stromrechnung aus.

Auch Gewerbekunden (SLP, 40.000 kWh) müssen mit 2.507,16 Euro im laufenden Jahr +5,8 Prozent höhere Durchleitungsgebühren entrichten. Leistungsgemessene Abnehmer werden ebenfalls höher belastet. Bei 100.000 kWh Jahresarbeit in der Niederspannung (35 kW) fallen die Gebühren um rund +6 Prozent (6.265,93 Euro) höher aus, bzw. um +6,1 Prozent (7.010,30 Euro) bei einer Leistungsaufnahme von 50 kW. Auch in der Mittelspannung zeichnen sich höhere Durchleitungsgebühren ab, bei 400.000 kWh Jahresverbrauch (bei 150 kW) werden 20.395,60 Euro fällig (+6,2 Prozent), bei 22.222,44 Euro (200 kW, +6,3 Prozent).