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Die Bundesnetzagentur (BNetzA) erteilte am 19. Februar die Zuschläge der Ausschreibungen „Windenergie an Land“ sowie „Solarenergie“ zum Gebotstermin 1. Februar 2020. Während bei der Windenergie der Negativtrend ungebrochen ist, ist die Nachfrage im Solarsektor weiterhin hoch.

Nach einer leichten Überzeichnung im Dezember 2019 ist die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. Februar 2020 wieder deutlich unterzeichnet. Laut BNetzA wurden bei einer ausgeschriebenen Menge von 900 Megawatt (MW) 67 Gebote mit einem Volumen von 527 MW eingereicht.

Ganz anders bei der ersten Solarausschreibung in 2020: Die ausgeschriebene Menge von 100 MW wurde hier erneut deutlich überzeichnet. Insgesamt wurden 98 Gebote mit einem Leistungsumfang von 493 MW abgegeben. Von der BNetzA bezuschlagt wurden 18 Gebote für eine zu errichtende Solarleistung von gut 100 MW.

Branchenverbände reagieren entsetzt. Die Situation für die Windenergie an Land sei mittlerweile dramatisch, sagte etwa der BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Die Energiebranche erwarte zügiges Handeln der Bundesregierung und schnellstmöglich ein Artikelgesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Der PV-Deckel müsse aufgehoben werden, das Ausbauziel für Windkraftanlagen auf See erhöht und die Abstandsregeln bei Onshore-Windkraft geklärt werden. Die bestehenden Hemmnisse müssten zügig beseitigt werden. Es müsse ausreichend Fläche für neue Windkraftanlagen geben, Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten beschleunigt werden. Auch aufgrund des Einbruchs beim Windenergieausbau schätzt der BDEW, dass bis 2030 jährlich bereits etwa 3,7 Gigawatt (netto) Windkraft an Land neu zugebaut werden müssen, um das 65-Prozent-Ziel noch zu erreichen.