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Die aktuell deutlich gesunkene Stromnachfrage in Deutschland sorgt nicht nur für sinkende Strompreise an Spot- und Terminmärkten, sondern dürfte kurz- und mittelfristig auch zu einer steigenden Anzahl negativer Strompreise führen; dies bedeutet Erlöseinbußen auch für geförderte erneuerbare Energien. Diese Erwartung leitet das energiewirtschaftliche Beratungshaus enervis aus seinen aktuellen Strommarktmodellierungen ab, welche die Effekte der Corona-Krise auf Strompreise und Marktwerte erneuerbarer Energien analysieren.

So gehen die Energiemarktexperten bei enervis davon aus, dass sich durch die Corona-Krise die deutsche Industriestromnachfrage 2020 deutlich reduziert. Und auch im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen wird mit einem Nachfragerückgang gerechnet. Zusätzlich dazu ergeben sich aktuell deutliche Verschiebungen im eingesetzten Kraftwerkspark. Trotz der krisenbedingt niedrigen CO2-Preise (~ 17 €/tCO2) verdrängen Gaskraftwerke durch einen historisch niedrigen Erdgaspreis (~ 8 €/MWh) zunehmend Kohlekraftwerke aus dem Markt. Dadurch wird der CO2-Ausstoß des Stromerzeugungssektors dieses Jahr deutlich zurückgehen.

Dies klingt eigentlich nach guten Nachrichten, jedoch weist das enervis-Strommarktmodell auch einen anderen Effekt des Rückgangs der Stromnachfrage aus, der die Energiebranche inklusive der Erneuerbaren betrifft: Es wird eine größere Häufigkeit negativer Spotpreise erwartet, die zu Erlöseinbußen auch bei erneuerbaren Kraftwerksbetreibern führt.

Diesen Effekt erläutert enervis wie folgt: „Strompreise bilden sich im Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage und die Nachfrage geht aktuell deutlich zurück, während das Angebot vor allem aus erneuerbaren Energien weiter im Markt vorhanden ist. Damit nehmen nun die Stunden zu, in denen ein hohe Einspeisung erneuerbarer Energien, vor allem durch Windenergie, auf niedrige Stromnachfrage trifft und zu negativen Spotpreisen führt.“

Mit einer Ad-Hoc-Kurzstudie fanden die enervis-Experten heraus, dass es allein bis Ende März 2020, vornehmlich bei sehr guten Windverhältnissen, rund 130 negative Preise gab; im gleichen Vorjahreszeitraum seien es hingegen nur ca. 90 negative Stunden gewesen.

enervis geht davon aus, dass sich die Anzahl negativer Strompreisstunden insbesondere kurzfristig im laufenden Jahr deutlich erhöhen könnte. Aufgrund gesetzlicher Regelungen im EEG führt dieser Effekt der Krise zu nicht unerheblichen Erlöseinbußen bei den Betreibern von geförderten EEG-Anlagen. Sie erhalten aufgrund § 51 EEG für alle Zeiträume negativer Spotpreise mit mindestens 6 Stunden Dauer keine EEG-Vergütung.

Weiterführende Informationen sind bei enervis erhältlich.

Energiekostenrisiken in der Krise

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