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In einer aktuellen Berechnung analysierten die Energiemarkt-Experten von Energy Brainpool die möglichen mittelfristigen Folgen durch das Coronavirus und die Turbulenzen am Ölmarkt für die Jahre 2021 bis 2025 auf die Strommärkte Europas. Nachfrage- und Angebotseinbruch stehen sich auf den Energiemärkten gegenüber. In drei Szenarien untersuchen die Analysten die derzeitig wirkenden Einflussfaktoren. Anschließend bewerten die Autoren die Auswirkungen auf die Strompreise, auf Emissionen und Vermarktungserlöse erneuerbarer Energien sowie Verschiebungen in der Merit-Order.

Hauptergebnisse der Studie:

Für das Jahr 2021 gehen die Analysten von einer Reduktion der durchschnittlichen europäischen Baseload-Strompreise von 10,20 Euro/MWh aus, relativ zu einem Referenzszenario. Sollte es zudem zu einem rezessionsbedingten Einbruch der Stromnachfrage kommen, ist für das Jahr ein weiterer Verlust von zusätzlich 3,60 Euro/MWh denkbar. Der starke Einbruch, auch ohne Beeinträchtigung der Stromnachfrage, lässt sich vor allem auf den Kurssturz an den Öl-, EUA- und Gasmärkten zurückführen. Abhängig von der Schwere und Dauer einer folgenden Rezession und dem damit verbundenen Rückgang der Stromnachfrage wird dieser Effekt verstärkt werden.

Einer nachfolgenden Analyse der deutschen Merit-Order ist zu entnehmen, dass GuD-Kraftwerke zunächst geringere kurzfristige Grenzkosten als Steinkohlekraftwerke aufweisen werden. Grund hierfür sind insbesondere die stark gefallenen Gaspreise und nur sehr mäßig rückläufige Steinkohlepreise. Dies führt, trotz niedriger EUA-Kosten, zu einem Vorteil der Gaskraftwerke.

Die eben genannte Entwicklung lässt sich konsekutiv auf die CO2-Emissionen übertragen. Durch die zunächst bessere Stellung der Gas-Kraftwerke ist auch ohne Beeinträchtigung der Stromnachfrage ein geringeres Emissionsniveau bis einschließlich 2022 relativ zum Referenzniveau zu erwarten. Ein Rückgang der Stromnachfrage wird die CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Allerdings liegt das Emissionsniveau zum Ende des Mittelfristausblicks 2025 im Referenzszenario am niedrigsten. Die Ursache hierfür ist der aktuell am Terminmarkt steigende Gaspreis in den Lieferjahren 2022–2024 gegenüber dem Frontjahr und das gleichzeitig verringerte EUA-Preisniveau in den Krisenszenarien.

„Um die Emissionen mittel- bis langfristig niedrig zu halten, muss der CO2-Preis in den kommenden Jahren deutlich gegenüber dem heute erwarteten Niveau ansteigen. Die Effekte auf die Vermarktungserlöse erneuerbarer Energien folgen denen der Strompreise. Bezüglich der Commodity-Preise ist festzuhalten, dass sich alle Kurse momentan bereits auf historischen Tiefstständen befinden, womit das Potenzial für einen Aufschwung in den nächsten Monaten und Jahren deutlich höher liegt als für einen weiteren Preisverfall“, erläutern die Experten.

Energiekostenrisiken in der Krise

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