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10. Juni 2021

 

„CO2-Preis rauf, EEG-Umlage runter“ – Stromkosten könnten drastisch sinken

Durch die Nutzung zusätzlicher Einnahmen aus einer CO2-Preiserhöhung für die Senkung der EEG-Umlage könnten die Strompreise in Deutschland massiv gesenkt werden, so aktuelle Berechnungen von Agora Energiewende. Die EEG-Umlage, die heute bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde liegt, könnte damit mehr als halbiert werden und so wieder auf das Niveau von 2010 sinken.

Die aktuell diskutierte Erhöhung des CO2-Preises um 15 Euro auf 45 Euro pro Tonne bereits 2022 sei ein wichtiges Preissignal auf dem Weg zu mehr Klimaschutz: Klimaschädliche Brennstoffe wie Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas würden teurer. Würden die dadurch entstehenden Mehreinnahmen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro dann auch noch genutzt, um die EEG-Umlage zu senken, würde Strom billiger. Nach Berechnungen von Agora Energiewende lässt sich die EEG-Umlage 2022 durch die Mehreinnahmen aus einem CO2-Preis von 45 Euro mehr als halbieren – auf 2,5 ct/kWh. Eine solche Preissenkung würde Elektromobilität, Wärmepumpen und elektrische Produktionsprozesse wettbewerbsfähig machen gegenüber fossilen Technologien und zugleich die Bürgerinnen und Bürger spürbar entlasten.

Ein höherer CO2-Preis bei gleichzeitiger Senkung des Strompreises sei sozial gerecht, da die unteren Einkommensgruppen davon profitieren, so Agora Energiewende – höhere Einkommensgruppen hätten in der Regel größere Autos mit höherem Verbrauch. Ferner fordert der Thinktank, höhere CO2-Kosten nicht den Mietern, sondern den Vermietern anzulasten – letztere hätten es in der Hand, in eine neue, CO2-arme Heizung zu investieren.