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NEWS

09. Dezember 2021

 

Strommarkt

Strom

Der CO2-Preis hat einen neuen Höchststand mit ca. 80 Euro/t erreicht und treibt aktuell die Stromkontrakte an. Die zusätzlichen Erdgasmengen aus Russland blieben leider hinter den Erwartungen zurück und haben nur begrenzt den Anstieg der Stromkontrakte bremsen können. Der Basekontrakt für 2022 liegt derzeit bei gut 151 Euro/MWh. Aufgrund der aktuellen Situation des Marktes erwarten wir leider in den letzten Tagen der möglichen Verhandlungsführung des Jahres 2022 keine gravierende Verbesserung der Lage. (Preisstand 06.12.2021, 12.00 Uhr)

Erdgasmarkt

Erdgas

Der Erdgaskontrakt für das Jahr 2022 hat sich auf einem Niveau von 55–60 Euro/MWh stabilisiert. Grund hierfür sind die kälteren Temperaturen und immer noch die Problematik eines knappen Marktes. Wie bereits erwähnt, haben die leicht angestiegenen Lieferungen mit russischem Erdgas den Markt nur kurz und nicht nachhaltig nach unten bewegen können. Die Zertifizierung von Nord Stream 2 wurde unterbrochen. Eine schnelle Zertifizierung ist somit wohl nicht zu erwarten. Auch hier wird keine signifikante Verbesserung der Lage für die nächsten Tage erwartet. Den größten Einfluss haben derzeit die Temperaturverläufe sowie der CO2-Preis. (Preisstand 06.12.2021, 12.00 Uhr)

Ölmarkt

Öl

Viele Einflussfaktoren machen die Ölpreise bis auf Weiteres schlecht vorhersehbar. Zwar hatten die Preise stark nachgegeben, u. a. wegen der Angebots- und Preispolitik der OPEC+. Aber im Moment ist die Lage undurchsichtig. So könnte die neue Coronavirus-Variante Omikron möglicherweise wieder zu Kontakt- und Reisebeschränkungen und auch allen wirtschaftlichen Folgeerscheinungen führen. Bedenklich stimmen auch die hohen Energiepreise, u. a. wegen der knappen Versorgungssituation bei Gas in Europa. Russland scheint hier weniger zu liefern als möglich und nötig wäre – es gibt die Vermutung, dass dies mit den Genehmigungsverzögerungen bei Nord Stream 2 zu tun haben könnte, und auch die Situation an der ukrainischen Grenze sowie das ungelöste Problem mit Weißrussland stehen diesbezüglich unter Verdacht.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent derzeit bei über 71 US-Dollar (vor vier Wochen: knapp 84 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan knapp 68 US-Dollar je Barrel (vor vier Wochen: gut 82 US-$/b).

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.