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Strommarkt

Strom

Der Terminmarkt Strom hat in den letzten Wochen eine rechte Achterbahnfahrt durchgemacht. Nachdem ein neues 12,5-Jahreshoch erreicht wurde, hat der Markt schlagartig nachgegeben und sich auf ca.
60 Euro/MWh (Base) konsolidiert. Momentan verharrt der Markt bei ca. 63 Euro/MWh und sucht nach neuen Impulsen. Den größten Einfluss haben immer noch die CO2-Zertifikate. Diese waren auch der Grund für den sehr schnellen Rückschritt. Die Investoren haben die Positionen im CO2-Markt etwas zurückgefahren, was auf eine leichte Trendwende hoffen lässt. Die Kohlepreise befinden sich allerdings immer noch auf einem höheren Niveau im Vergleich zu den letzten Jahren. Ebenso befinden sich die Konjunkturzahlen weiter auf einem stabilen Niveau mit steigender Tendenz.

Erdgasmarkt

Erdgas

Der Erdgasmarkt zeigt sich weiter stabil bis leicht steigend. Geringere Erdgaszuflüsse sowie Restriktionen haben derzeit einen negativen Einfluss auf das Preisgefüge. Die Einspeicherung von Erdgas hat nun ebenfalls an Fahrt gewonnen, und dies trägt dazu bei, den Erdgaspreis auch über den Sommer unter Druck zu halten. Da die Speicher überdurchschnittlich stark entleert wurden und die Einspeicherung später begonnen hat, wird bis zur Heizperiode durchgehend eingelagert werden müssen, um annähernd 75 % Lagerbestand zu erreichen. Dies lässt den Schluss zu, dass die Preise auch über den Sommer auf diesem Niveau bleiben sollten. Kunden mit offenen Kontrakten für 2022 sollten in den Sommermonaten handeln.

Ölmarkt

Öl

Das Preisniveau an den Ölbörsen ist weiter gestiegen. Saudi-arabisches Öl wird wohl noch teurer, außer für Kunden aus den USA, wo man der einheimischen Schieferölindustrie nichts abgeben will. Derzeit wird bekanntlich an einem Atomabkommen mit dem Iran gearbeitet. Sobald dieses in trockenen Tüchern sein wird, will der Iran sicherlich Marktanteile zurückerobern und dazu vermutlich die Förderung hochfahren sowie attraktive Preise anbieten. Gleichzeitig rechnen Marktexperten aber damit, dass der Rohölbedarf in diesem Jahr weiter steigt, und zwar fast auf Vor-Pandemie-Niveau. Dafür spricht auch die recht nachhaltig wirkende Nachfrageerholung in Europa und den USA.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent derzeit bei gut 71 US-Dollar (vor vier Wochen: über 66 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan fast 69 US-Dollar je Barrel (vor vier Wochen: gut 63 US-$/b). Die Preise beider Sorten sind damit binnen Monatsfrist jeweils um über 5 Dollar/b weiter gestiegen.

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.