Marktinformation

 

18.01.2023

Gasversorgung 2022: Die wichtigsten Fakten

Gasimporte und Gasexporte
Insgesamt wurden im Jahr 2022 1.449 TWh (2021: 1.652 TWh) Erdgas nach Deutschland importiert. Die größten Mengen kamen aus Norwegen (33 %) und mit 22 % (2021: 52 %) aus Russland. Die Gaslieferungen aus Russland sind im Jahresverlauf zurückgegangen und liegen seit Anfang September bei 0. Diese ausbleibenden Gaslieferungen konnten teilweise durch zusätzliche Importe, u. a. über die Niederlande, Belgien und aus Norwegen, kompensiert werden. Gleichzeitig reduzierten sich die Exporte in die Nachbarländer, u. a. aufgrund einer geringeren Gasnachfrage. Somit stand in Deutschland im Saldo mit 948 TWh mehr Erdgas zur Verfügung als 2021 (902 TWh).

Gasverbrauch gesunken
Deutschland hat 2022 viel Gas gespart. Im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch in den vergangenen vier Jahren ist der Erdgasverbrauch um 14 % zurückgegangen. Der Rückgang des Verbrauchs in der Industrie gegenüber den Vorjahren betrug 15 %. Private Haushalte und Gewerbebetriebe sparten mit 12 % ein. In den Monaten Oktober bis Dezember lag der Verbrauch der Industrie 23 % und der Verbrauch von privaten Verbrauchern und Gewerbetreibenden 21 % unter den Vorjahren. Einen großen Einfluss auf den Gasverbrauch hatten die Temperaturen, die im Vergleich zu den Jahren 2018-2021 insgesamt verbrauchsmindernd wirkten.

Gasspeicherbefüllung bleibt Herausforderung auch in 2023
Die gesetzlichen Füllstandsvorgaben für die Speicher zum Stichtag 1. Oktober (85 %) und 1. November (95 %) wurden jeweils übertroffen. Bereits Anfang September waren die Speicher zu 85 % gefüllt und erreichten am 12. Oktober einen Füllstand von 95 %. Seit dem 1. April wurde überwiegend eingespeichert, bis die Speicher am 13.11.2022 schließlich zu 100 % gefüllt waren. Aktuell sind die Speicher zu 90,72 % gefüllt. Das ist ein ungewöhnlich hoher Wert. Die Befüllung der Gasspeicher wird wegen der verbleibenden Unsicherheiten der deutschen Gasversorgung aber auch im Jahr 2023 eine Herausforderung.

Gaspreise gestiegen
Seit März 2022 hat sich der Gaspreis im Gasgroßhandel vervielfacht. Ihren vorläufigen Höchststand erreichten die Großhandelspreise Ende August mit 315,9 Euro je MWh an der Energiebörse EEX. Sie waren damit etwa viermal so hoch wie vor Ausbruch des russischen Krieges in der Ukraine. Bis November fielen die Preise wieder deutlich und erreichten mit 22,4 Euro je MWh am 01.11.2022 den niedrigsten Stand des Jahres. Zum Jahreswechsel lag der Großhandelspreis mit 63,8 Euro je MWh leicht unter den erwarteten Großhandelspreisen für das Jahr 2023, die zuletzt bei 88,7 Euro je MWh lagen. (Quelle: Bundesnetzagentur)

Lagebericht der Bundesnetzagentur (Stand 16.01.2023; 13 Uhr)

 

  • Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Insgesamt bewertet die Bundesnetzagentur die Lage als weniger angespannt als zu Beginn des Winters. Eine Gasmangellage in diesem Winter wird zunehmend unwahrscheinlich. Eine Verschlechterung der Situation kann aber weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Ein sparsamer Gasverbrauch bleibt wichtig.
  • Es wird überwiegend ausgespeichert. Der Gesamtspeicherstand in Deutschland liegt bei 90,47 %. Der Füllstand des Speichers Rehden beträgt 90,28 %.
  • Der Gasverbrauch lag in der ersten Kalenderwoche 38 % unter dem durchschnittlichen Verbrauch der Jahre 2018 bis 2021. Er ist gegenüber der Vorwoche um 8 % gestiegen. Die Temperaturen waren 5,1 °C wärmer als in den Vorjahren.
  • Die prognostizierte Temperatur für diese Woche liegt mit -0,3 °C im angespannten Bereich. Es ist daher mit einem Mehrverbrauch zu rechnen.
  • Temperaturbereinigt lag der Verbrauch in der 52. und 1. Kalenderwoche 25 % unter dem Referenzwert der letzten vier Jahre und damit wieder im stabilen Bereich.
  • Die Großhandelspreise sind zuletzt wieder gesunken, befinden sich aber immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Unternehmen und private Verbraucher müssen sich weiterhin auf ein deutlich höheres Preisniveau
    einstellen.
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