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Grünes Licht für Deutschlands erstes landbasiertes Terminal für verflüssigte Gase in Stade

Die Hanseatic Energy Hub GmbH hat die finale Investitionsentscheidung für Deutschlands erstes landbasiertes Terminal für verflüssigte Gase getroffen. Nach dem erfolgreichen Abschluss von Vermarktung und Genehmigung Ende 2023 konnte das privatwirtschaftlich organisierte Konsortium, bestehend aus Partners Group (im Auftrag ihrer Kunden), Enagás, Dow sowie der Buss Gruppe nun die Finanzierung sicherstellen. Das Investitionsvolumen für die Errichtung des Terminals liegt bei rund einer Milliarde Euro.

Ab 2027 soll der Hanseatic Energy Hub (HEH) zunächst als Importterminal für LNG, SNG (synthetisches Erdgas) und verflüssigtes Biomethan dienen, später gefolgt von Ammoniak als CO2-neutralem, wasserstoffbasiertem Energieträger. Mit Inbetriebnahme wird das von der Bundesregierung gecharterte schwimmende LNG-Terminal, das seit März 2024 vor Ort ist, Stade wieder verlassen.

Die Gesamtkapazität des HEH beläuft sich auf 13,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr. 90 Prozent haben die drei europäischen Energieversorger EnBW, SEFE und ČEZ langfristig gebucht. Die restliche Kapazität ist für kurzfristige Buchungen reserviert.

Enagás übernimmt die technische Leitung für den Bau des Terminals und wird später für dessen Betrieb verantwortlich sein. Der spanische Energiekonzern erhöht im Zuge dessen seinen Anteil von 10 auf 15 Prozent.