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Netznutzungsentgelte steigen wohl deutlich

Wie der unabhängige Informationsdienstleister für die Energiewirtschaft e’net beobachtet, wurde für knapp 70 % aller Postleitzahl-Ort-Kombinationen bereits ein vorläufiges Netzentgelt für Strom veröffentlicht. Demzufolge zeichnet sich eine Entgelterhöhung im SLP-Sektor um durchschnittlich 20 bis 28 % ab, abhängig vom Verbrauch. Hierzu ein Beispiel: Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh ergäbe sich für 2023 eine jährliche Mehrbelastung von 81,59 Euro netto (2023: 421 Euro vs. 2022: 339,41 Euro). Im RLM-Sektor beträgt die Steigerung im Schnitt etwa 23 %.

Auch im Gasbereich lässt sich ein entsprechender Trend erkennen. Hier liegen für knapp 60 % aller Postleitzahl-Ort-Kombinationen die Netzentgelte vor. Im SLP-Sektor steigen die Entgelte auch beim Gas, abhängig vom Verbrauch, durchschnittlich um 22 bis 28 %. Im RLM-Sektor sind es rund 25 %.

Diese vorläufigen Netzentgelte 2023 können sich noch bis 31. Dezember 2022 ändern. Dies hängt auch von den Übertragungsnetzentgelten ab, die sich noch bis 6. Dezember 2022 ändern könnten.

Am 5. Oktober wurden die vorläufigen, seit diesem Jahr erstmals bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte für Strom von den Übertragungsnetzbetreibern mit 3,12 Cent pro Kilowattstunde veröffentlicht. Mit Hilfe des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung sollten diese Übertragungsnetzentgelte auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert werden.

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