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Übersicht: Steuern, Abgaben und Umlagen 2019 bis 2021

NEWS

09. November 2020

 

Übersicht: Steuern, Abgaben und Umlagen 2019 bis 2021

Schon seit dem Frühsommer ist bekannt, dass die EEG-Umlage im nächsten Jahr auf 6,5 ct/kWh gedeckelt ist. Nun wurden auch die weiteren Steuern, Abgaben und Umlagen veröffentlicht.

Im Frühjahr 2020 war die Angst umgegangen: Die EEG-Umlage drohte im Jahr 2021 aufgrund des coronabedingten Rückgangs der Wirtschaftsleistung und des damit verbundenen Rückgangs des Börsenstrompreises stark anzusteigen, trotz der beginnenden Zuführung von Einnahmen aus dem nationalen Brennstoffemissionshandel. Anfang Juni verkündete die Bundesregierung jedoch ihr Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket und deckelte damit die EEG-Umlage 2021 auf 6,5 ct/kWh. Mehrere Branchenexperten hatten eine Explosion der Abgabe auf 8 bis 9 ct/kWh befürchtet.

Steuern

 

Diese Deckelung reduziert natürlich auch bei den Haushalten die Stromkosten zunächst. Allerdings sollen die durch die Deckelung bewirkten Mindereinnahmen durch den 2021 einzuführenden CO2-Preis hereingeholt werden. Dieser wird z. B. das Tanken und Heizen verteuern – unter dem Strich dürften die Energiekosten für zahlreiche private Verbraucher in 2021 wohl steigen.

ENOPLAN hat die Entwicklung der aktuellen Umlagen 2019 bis 2021 in der folgenden Tabelle übersichtlich aufgelistet.

Steuern, Abgaben und Umlagen

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Energiekostenoptimierung und Risikominimierung im Energiebereich für Geschäftskunden

Welche Auswirkungen hat der Leitfaden Messen und Schätzen bei der Abrenzung von Drittmengen bei Eigenerzeugungsanlagen? Welche Messtechnik muss ich bis wann installieren, um die Subventionen der Eigenerzeugungsanlagen sicherzustellen?

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Steuern und Abgaben 2021 – Welche Auswirkungen haben diese für mich?

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Welche Meldeverpflichtungen habe ich als Verbraucher größer
1 Mio. kWh und bei Eigenerzeugungsanlagen?

Welche Konsequenzen hat die Einführung der CO2-Abgabe?

Welche Energieversorger bieten noch an und welche Energieeinkaufsmodelle gibt es?

Bekomme ich momentan überhaupt
marktgerechte Preise?

Welche Möglichkeiten der Energiekostenoptimierung
habe ich?

Welche gesetzlichen Rückerstattungen kann ich geltend machen?

Wir bringen Licht ins Dunkel und beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen rund um das Thema Energie!

Bei weitergehenden organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Nicole Diener,
Telefon 07251 / 926-106 oder per E-Mail: nicole.diener@enoplan.de.

Aktuelle Herausforderungen im Energiebereich

NEWS

05. Oktober 2020

 

Aktuelle Herausforderungen im Energiebereich

Neben den anstehenden Energiefristen für die Unternehmen bis Ende des Jahres bleibt auch bei den Energieversorgern weiterhin eine große Unsicherheit. Wenn die Energieverbräuche weiter rückläufig sind, müssen diese Energiemengen zu derzeit sehr niedrigen Spotmarktpreisen verkauft werden und die Verluste der Energieversorger erhöhen sich deutlich. Die neuen Angebote der wettbewerbsfähigen Energieversorger werden überwiegend nur noch mit Toleranzbändern oder Sicherheitsleistungen angeboten.

Eine große Aufgabenstellung stellt sich insbesondere den Unternehmen im Bereich Besondere Ausgleichsregelung und den Unternehmen mit Eigenerzeugungsanlagen im Selbstverbrauch. Hier besteht weiterhin die Vorgabe, bis zum 31.12. ein Messkonzept für mögliche Dritte, wie Hausmeisterwohnung, vermietete Büroräume (auch an Tochtergesellschaften) sowie sonstige Drittverbraucher wie Großkopierer, Funkmasten etc. zu erstellen. Dieses Messkonzept sollte bis Ende Mai von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden, da die zuständigen Institutionen auf Nachfrage ein Wirtschaftsprüfungstestat verlangen können. Hier haben wir auf unserer Internetseite für Sie ein Video bereitgestellt, um insbesondere einige Fragen im Bereich der Untermesstechnik zu erläutern. Schauen Sie doch mal rein unter https://www.enoplan.de/videonews. Auch auf unseren Seminaren gehen wir detailliert auf das Thema Messkonzepte für Drittverbraucher ein. Informationen dazu finden Sie hier.

Des Weiteren wird uns zu Beginn des kommenden Jahres die Einführung der CO2-Abgabe beschäftigen. Diese Abgabe wird auf den Gasenergiepreis aufgeschlagen. Hier sind wir gespannt, in welcher Form die Energieversorger diese Weitergabe kommunizieren und juristisch begründen.

Herausforderungen

Sie haben den Durchblick im Energiemarkt verloren? Kommen Sie zu einem ENOPLAN Seminar oder buchen Sie sich einen Platz beim Webinar! Beides ist für Sie kostenfrei!

Die Themen:

Energieeinkauf in der Krise und Energieeinkaufsmodell
Energiekostenoptimierungsmöglichkeiten
Gesetzliche Rückerstattungen und Anforderungen
Meldungen und Meldeverpflichtungen bei Verbrauchern größer 1 Mio. kWh und bei Eigenerzeugungsanlagen
Verpflichtende Installation der Messtechnik zum 31.12.2020 zur Sicherstellung der Subventionen der Eigenerzeugungsanlagen
Aktuelle Leitfäden und aktuelle Gesetzgebung
Nutzen Sie die Chance, sich umfassend über die komplexen Energiethemenstellungen zu informieren, denn viele Unternehmen haben nicht alle Anforderungen im Blick!
Bei weitergehenden organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Nicole Diener,
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Bundesrat billigt vor Sommerpause noch wichtige Energie-Gesetze

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10. August 2020

 

Bundesrat billigt vor Sommerpause noch wichtige Energie-Gesetze

Ein Mammutprogramm absolvierte der Bundesrat in seiner letzten Sitzung vor der parlamentarischen Sommerpause am 3. Juli: Fast hundert Vorlagen standen zur Beratung, es ging um milliardenschwere Entscheidungen. Im Energiebereich sind vor allem von Bedeutung die Entscheidungen in Sachen Kohleausstieg, KWK-Gesetz, Brennstoffemissionsgesetz (BEHG – siehe unseren separaten Beitrag im Anschluss), Gebäudeenergiegesetz und die Forderung nach einer Reform des EEG. Hier unser Überblick:

Kohleausstiegsgesetz

Nun steht fest: Die Stein- und Kohlekraftwerke in Deutschland werden bis 2038 stillgelegt. Das Gesetz bestimmt den genauen Zeitplan für das Abschalten der Werke. Die Verringerung soll kontinuierlich erfolgen: In Jahren, in denen weniger Braunkohlewerke vom Netz gehen, sind mehr Steinkohlewerke stillzulegen. Das Abschalten der jeweiligen Braunkohlekraftwerke erfolgt zu konkreten Zeitpunkten über vertragliche Vereinbarungen mit den Betreibern. Für deren Entschädigung stehen insgesamt 4,35 Milliarden Euro zur Verfügung. Steinkohlekraftwerke werden über Ausschreibungsverfahren stillgelegt. Steinkohle-Betreiber können sich bis 2027 auf Ausschreibungen bewerben, um ihre Werke gegen Entschädigung abzuschalten. Je früher die einzelnen Werke abgeschaltet werden, desto höher fällt die Entschädigung aus. Ab 2031 erfolgt die Stilllegung dann per Gesetz. Für junge Steinkohle-Anlagen gibt es eine Härtefallregelung. Ebenfalls geregelt werden Kompensationen für den Anstieg von Strompreisen, der auf den Kohleausstieg zurückzuführen ist.

Kraft-Wärme-Kopplung

Darüber hinaus sieht der Gesetzesbeschluss eine Verlängerung bis Ende 2029 sowie Weiterentwicklung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes vor. Kraftwerksbetreiber sollen Anreize bekommen, von Kohle auf flexible und klimafreundlichere Stromerzeugung umzurüsten. Hierfür wird der Kohleersatzbonus für KWK-Anlagen auf Kohlebasis umgestaltet und erhöht.

Gebäudeenergiegesetz

Das Gesetz soll dazu beitragen, den Primärenergiebedarf von Gebäuden zu minimieren. Für die energetischen Anforderungen von Neubauten und Bestandsgebäuden gelten künftig einheitliche Regelungen. Erreicht werden sollen die Energieeinsparungen durch eine effiziente Anlagetechnik und einen energetisch hochwertigen baulichen Wärmeschutz. Der verbleibende Energiebedarf soll zunehmend durch Erneuerbare gedeckt werden. Außerdem ist ein Einbauverbot für Ölheizungen ab 2026 vorgesehen, Gas- und Ölheizungen, die seit 1991 eingebaut oder aufgestellt wurden, dürfen nur 30 Jahre lang betrieben werden.

Schnelle EEG-Reform gefordert

Der Bundesrat hält es für erforderlich, das Erneuerbare-Energien-Gesetz schnell zu reformieren. Er schlägt zahlreiche Maßnahmen vor, damit das Klimaschutzziel 2030 mit einem Anteil von 65 Prozent an Erneuerbaren tatsächlich erreicht werden kann. Genannt wird u. a. eine systematische Reform der Abgaben und Umlagen im Energiebereich (Absenkung der EEG-Umlage und der Stromsteuer sowie steigende CO2-Preise in den Sektoren Wärme und Verkehr). Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Beitrag.

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Die Themen:

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ENOPLAN-Vertrieb wieder bei Ihnen vor Ort!

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06. Juli 2020

 

ENOPLAN-Vertrieb wieder bei Ihnen vor Ort!

 

Nach monatelangem Shutdown war die Freude zum Start der Vertriebsaktivitäten bei ENOPLAN riesig. Gemeinsam und zum gleichen Zeitpunkt begannen die Telefonie und der Vertrieb die Ansprache möglicher Interessenten. Wir alle freuen uns, dass wir uns unter Einhaltung aller erdenklichen Hygieneauflagen wieder vor Ort präsentieren können. Gerade da es im Bereich der Eigenerzeugung dringend Handlungsbedarf bezüglich der Implementierung eines Messkonzeptes bis Ende des Jahres gibt (siehe dazu unseren Beitrag in den ENO-Marktnews), da ansonsten die EEG-Reduktionen nachgezahlt werden müssen, ist es wichtig, sich mit Fachexperten zu diesem Thema persönlich auszutauschen.

Des Weiteren finden auch unsere beliebten kostenfreien Seminare wieder in der realen Welt statt. Unter dem Titel „Durchblick im Energiemarkt für Geschäftskunden“ informieren wir umfassend über das aktuelle Energiegeschehen und nennen Ihnen die kritischen Punkte, die in Zukunft beachtet werden müssen – von Energieeinkauf über Energiekostenreduktion und gesetzliche Auflagen sowie Meldepflichten bis zu den oben genannten Messkonzepten.

Außerdem finden Sie ENOPLAN jetzt auch bei den Social-Media-Präsenzen Facebook, LinkedIn und XING!

Sie haben den Durchblick im Energiemarkt verloren?

Kommen Sie zu einem kostenfreien ENOPLAN Tagesseminar oder nehmen Sie an einem kostenfreien Webinar teil!

Seit der Gründung der ENOPLAN GmbH im Jahr 1990 hat sich das Unternehmen vom Startup zu einem der größten Energiedienstleister und zum Qualitätsführer mit über 2.500 Kunden entwickelt. Unsere Kunden und ein flexibles Reagieren auf die sich wandelnden Anforderungen des Energiemarktes stehen dabei immer im Fokus. Deshalb dürfen wir 2020 auf erfolgreiche 30 Jahre zurückblicken und zu Recht stolz sein.

Mit Energie und Engagement möchten wir unser Firmenjubiläum mit zahlreichen kostenfreien Seminaren in ganz Deutschland sowie digitalen Webinaren begleiten. In dem immer undurchsichtiger und komplexer werdenden Energiedschungel geben wir Ihnen dabei Informationen und Handlungsempfehlungen zu sämtlichen Themen des Energiemarktes. Lassen Sie sich zu den vielen Möglichkeiten der Kostenoptimierung durch Netzentgeltoptimierung, individuellen Beschaffungsmodellen sowie den gesetzlichen Anforderungen des Marktes  informieren. Zudem beraten wir Sie zum Energiesammelgesetz, die daraus resultierenden Anforderungen für Verbraucher über 1 Mio. kWh sowie Unternehmen mit Eigenerzeugungsanlagen. 

Wir freuen uns darauf, Sie in unserem Jubliäumsjahr zu treffen!

Anmeldung zum Seminar oder Webinar „Durchblick im Energiemarkt für Geschäftskunden“

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ENOPLAN Seminare

Die Seminare sind für Sie und einen weiteren Mitarbeiter kostenfrei und dauern ca. drei Stunden. Die genaue Anschrift erhalten Sie nach der Anmeldung. Bei einem kleinen Business-Lunch werden Sie außerdem genügend Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und Erfahrungsaustausch haben.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen je Seminar begrenzt. Die Einhaltung der zum Zeitpunkt der Seminare geltenden Sicherheits-, Hygierene und Abstandsregelungen wird garantiert.

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ENOPLAN Webinare

Die kostenfreien Webinare finden jeweils von 09:00 Uhr – 10:00 Uhr statt. Wenige Tage vor Beginn des Webinars erhalten Sie von uns die Zugangsdaten und den Link per E-Mail.

Sie können mit Computer/Laptop, Smartphone/Tablet oder telefonisch am Webinar teilnehmen.

Ich möchte zu folgendem Seminar kommen:

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Weitere Teilnehmer:

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Die Themen

Energieeinkauf in der Krise und Energieeinkaufsmodell
Energiekostenoptimierungsmöglichkeiten
Gesetzliche Rückerstattungen und Anforderungen
Meldungen und Meldeverpflichtungen bei Verbrauchern größer 1 Mio. kWh und bei Eigenerzeugungsanlagen
Verpflichtende Installation der Messtechnik zum 31.12.2020 zur Sicherstellung der Subventionen der Eigenerzeugungsanlagen
Aktuelle Leitfäden und aktuelle Gesetzgebung
Nutzen Sie die Chance, sich umfassend über die komplexen Energiethemenstellungen zu informieren, denn viele Unternehmen haben nicht alle Anforderungen im Blick!
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Drohende Explosion der EEG-Umlage wohl abgewendet

NEWS

08. Juni 2020

 

Drohende Explosion der EEG-Umlage wohl abgewendet

Die EEG-Umlage droht im Jahr 2021 aufgrund des corona-bedingten Rückgangs der Wirtschaftsleistung und des damit verbundenen Rückgangs des Börsenstrompreises stark anzusteigen, trotz der beginnenden Zuführung von Einnahmen aus dem nationalen Brennstoffemissionshandel (lesen Sie auch unseren anschließenden Artikel).

Soweit soll es aber nicht kommen: Am 4. Juni gab die Bundesregierung ihr neues Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket bekannt, und darin heißt es: Um für mehr Verlässlichkeit bei den staatlichen Strompreisbestandteilen zu sorgen, wird ab 2021 zusätzlich zu diesen Einnahmen aus dem BEHG ein weiterer Zuschuss aus Haushaltsmitteln des Bundes zur schrittweisen verlässlichen Senkung der EEG-Umlage geleistet, sodass diese im Jahr 2021 bei 6,5 ct/kWh, im Jahr 2022 bei 6,0 ct/kWh liegen wird. Der Finanzbedarf dafür wird mit 11 Milliarden Euro veranschlagt.

Das ist eine hoch willkommene Nachricht, denn in der Branche hatte sich diesbezüglich in den letzten Wochen tatsächlich große Unruhe breitgemacht. So hatte sich bei der Vorstellung der E.ON-Zahlen des 1. Quartals 2020 Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen besorgt über zusätzliche Belastungen insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetrieben in der Corona-Krise gezeigt: Es drohe eine Explosion der EEG-Umlagekosten auf möglicherweise bis zu 8 ct/kWh.

Die Ergebnisse einer aktuellen Kurzanalyse des Thinktanks Agora Energiewende deuteten auf noch Schlimmeres hin. Die EEG-Umlage 2021 könne von 6,8 ct/kWh auf ein Rekordhoch von etwa 8,6 ct/kWh steigen, sofern der Gesetzgeber die Einnahmen aus dem von ursprünglich 10 auf nun 25 Euro pro Tonne erhöhten CO2-Preis auf Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas ab 2021 nach dem novellierten BEHG nicht zügig auf das EEG-Konto weiterleitet. Die eigentlich beabsichtigte Senkung der EEG-Umlage könne aber aufgrund der Corona-Effekte nicht erreicht werden, so die Energiewende-Spezialisten, wussten allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nichts über das neueste Konjunkturpaket.

Agora Energiewende schlug eine Finanzspritze aus dem Bundeshaushalt im Zuge eines Corona-Wachstumspakets vor, die ab 2022 sukzessive durch die steigenden Einnahmen aus der CO2-Bepreisung abgelöst werden könnte. Bei einer nochmaligen Erhöhung des CO2-Preises wäre sogar die komplette Abschaffung der EEG-Umlage denkbar – angesichts aktuell sehr niedriger Öl- und Gaspreise „eine historische Chance“.

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Aktuelle Informationen zum Energiebereich in der Corona-Krise

Die Energieversorger reagieren immer sensibler auf die derzeitige Situation. Tagtäglich melden sich die Versorger mit neuen Einschränkungen bezüglich ihrer Angebote. Dazu zählen Vorkasse, Verschärfung bei den Bonitätsanforderungen, Einführung von Toleranzbändern etc. Die Anzahl der Versorger, die uneingeschränkt anbieten, hat sich deutlich reduziert und wir empfehlen unseren Kunden, die Energieabschlüsse zeitnah zu tätigen.

Bei den Fristen bezüglich der gesetzlichen Vorgaben hat sich nicht viel geändert. Zum einen können die EDLG-Audits später abgeschlossen werden, wenn die Verzögerung durch die Corona-Krise begründet ist, und zum anderen gibt es auch bei der Besonderen Ausgleichsregelung im Einzelfall Möglichkeiten bezüglich der WP-Testate – wir raten jedoch aufgrund der Wertigkeiten von diesen Möglichkeiten ab. Viele andere Themen, wie zum Beispiel die Einführung von Messkonzepten (Erfassung und Abgrenzung von Strommengen für Drittverbraucher in den Unternehmen) zum Ende des Jahres, sind leider immer noch nicht geklärt.

Spannend wird, wie die Politik mit den Themen der intensiven Netznutzung (hohe Netzentgeltreduktion ab 7.000 Benutzungsdauerstunden) umgeht, da viele Unternehmen diese Voraussetzung dieses Jahr nicht mehr erfüllen werden und dazu hohe Nachzahlungen drohen könnten. Spannend wird auch, welche Unternehmen unter welchen Voraussetzungen, z. B. bei der atypischen Netznutzung oder auch bei der Besonderen Ausgleichsregelung, im nächsten Jahr reinfallen. Hier muss und wird die Politik noch Rahmenbedingungen schaffen, da durch die Corona-Krise die ursprünglichen Ziele mittlerweile nicht mehr erreicht werden.

Gern halten wir Sie über unsere Webinare sowie auch über unseren monatlichen Newsletter auf dem Laufenden!

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Energiekostenrisiken in der Krise

Die allgemeine Verunsicherung scheint auch vor der Energiebranche nicht Halt zu machen. Trotz fallender Energiepreise verzeichnet die Branche aktuell keine erhöhte Wechselbereitschaft. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation gehen die Energieverbräuche in vielen Bereichen stark zurück, in manchen Branchen sogar bis auf null. Deshalb stellt sich für viele Unternehmen die Frage, mit welchen sinnvollen Strategien man den möglichen Risiken in der Krise entgegenwirken kann.

Ist es ratsam, in der Krise den Strom- oder Gaslieferanten zu wechseln?
Bekomme ich überhaupt noch marktgerechete Angebote?
„Take or Pay“-Regelung: Gibt es deshalb für Ihr Unternehmen ein monetäres Risiko?
Welche Strategien muss Ihr Unternehmen wählen, um 2021 nicht von Nachzahlungen überrascht zu werden?
Wer untersützt Ihr Unternehmen bei den Verhandlungen mit dem Lieferanten?
Wie sieht es mit den aktuellen Meldeverpflichtungen aus?
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Versorger bedienen bestimmte Branchen und bestimmte Lieferzeiten nicht mehr

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Energiekostenrisiken in der Krise

Die allgemeine Verunsicherung scheint auch vor der Energiebranche nicht Halt zu machen. Trotz fallender Energiepreise verzeichnet die Branche aktuell keine erhöhte Wechselbereitschaft. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation gehen die Energieverbräuche in vielen Bereichen stark zurück, in manchen Branchen sogar bis auf null. Deshalb stellt sich für viele Unternehmen die Frage, mit welchen sinnvollen Strategien man den möglichen Risiken in der Krise entgegenwirken kann.

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Klimapaket erhöht die Gaspreise drastisch

Mit dem Klimapaket hat die Bundesregierung inzwischen beschlossen, wie sich die CO2-Preise in Zukunft verändern. So kostet eine Tonne des klimaschädlichen Gases 25,00 Euro im Jahr 2021. In den Folgejahren steigen die Abgaben dann schrittweise, bis sie 2025 einen Wert von 55,00 Euro pro Tonne erreichen. Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die zu erwartende Entwicklung der CO2-Steuer:

2021:   25,00 Euro pro Tonne
2022:   30,00 Euro pro Tonne
2023:   35,00 Euro pro Tonne
2024:   45,00 Euro pro Tonne
2025:   55,00 Euro pro Tonne

Dies umgerechnet bedeutet eine Preissteigerung im Bereich Gas. Derzeit ist noch nicht klar, ob dies über eine separate Steuer abgerechnet wird oder über einen Aufschlag auf die Gaspreise. Die Erhöhung wäre in ct/kWh wie folgt:

2021:   ca. 0,5 ct/kWh
2022:   ca. 0,6 ct/kWh
2023:   ca. 0,7 ct/kWh
2024:   ca. 0,9 ct/kWh
2025 :  ca. 1,1 ct/kWh

Bitte planen Sie das in Ihren Energiebudgets ab 2021 ein. Insbesondere wenn Sie Investitionsberechnungen, z. B. bei BHKW, durchführen, sollten Sie diese Werte bei Ihrer Planung berücksichtigen. Bei Fragen sprechen Sie bitte Ihren ENOPLAN-Kundenbetreuer an.

Industriestrompreis leicht gestiegen

Für Unternehmen ist es nicht leicht, angesichts schwankender Preise und erheblicher Unterschiede zwischen Netzgebieten und Stromversorgern den Überblick über den Strompreis zu behalten. Der durchschnittliche Strompreis für Industriestrom ist im Januar 2020 laut dem aktuellen Preisvergleich des VEA – Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent angestiegen. Trotz der um 6 Prozent gesunkenen Großhandelspreise sorgen gestiegene Netzentgelte und Umlagen für eine Preissteigerung, so der VEA.

Nach wie vor zeigten sich große regionale Unterschiede bei den 50 Vergleichsnetzen hinsichtlich der Strompreise. Der durchschnittliche Strompreis in den neuen Bundesländern ist mit 17,40 Ct/kWh um 0,35 Ct/kWh höher als der Strompreis in den alten Bundesländern mit 17,05 Ct/kWh. Zwischen einzelnen Netzgebieten liegen teils erhebliche Differenzen. So trennen 23,5 Prozent die Stadtwerke Kiel Netz als preisgünstigstes (15,57 Ct/kWh) und das Schleswig-Holstein Netz als teuerstes Netzgebiet (19,22 Ct/kWh).

CO2-Preis: Zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit?

Nach den schwachen Ergebnissen bei der UN-Klimakonferenz kommt der Ende 2019 gefasste Entschluss von Bund und Ländern, einen höheren Einstiegspreis für CO2-Emissionen von 25 Euro pro Tonne festzulegen, bei vielen Akteuren gut an. Aber nicht bei allen. 55 Euro sind bis 2025 geplant, im Jahr 2026 sollen es dann zwischen 55 und 65 Euro sein. Was hierbei zusätzlich hereinkommt, soll in die Senkung von Strompreisen fließen.

Nur wenn man von den hohen Strompreisen wegkomme, könne Strom auch in den Sektoren Verkehr und Wärme wettbewerbsfähig mit anderen Energieträgern wie Benzin und Öl werden, hieß es beim VKU. „Der Einstiegspreis von 25 Euro pro Tonne CO2 im Verkehrs- und Gebäudesektor entspricht – wie von uns gefordert – dem Zertifikatepreis im europäischen Emissionshandel“, wertete der BDEW. Begrüßt wurde auch, dass die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung genutzt werden sollen, um die EEG-Umlage zu senken. Umweltfreundliche strombasierte Anwendungen wie die Elektromobilität oder Wasserstoff würden damit wettbewerbsfähiger gegenüber fossilen Energieträgern wie Heizöl, Benzin oder Diesel. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hält die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung für einen politischen Meilenstein. Allerdings sollte die Förderung nicht nur für Selbstnutzer gelten, das müsse angegangen werden.

In der Industrie gibt es aber auch Skepsis. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht durch die Anhebung des CO2-Preises die Warnlampe für die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes in der chemischen Industrie nicht mehr gelb, sondern rot blinken. Die Politik dürfe Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, nicht im Regen stehen lassen. Konkret fordert der VCI, Industrieanlagen, die dem EU-Emissionshandel unterliegen und bereits einen CO2-Preis von derzeit etwa 25 Euro zahlen, von der neuen nationalen CO2-Bepreisung vollständig freizustellen.

Zusätzlich erwartet der VCI eine Regelung, die den Mittelstand und Anlagen, die bislang nicht dem Emissionshandel unterliegen, vor Nachteilen schützt: Ein mittelständischer Unternehmer, der künftig auf Erdgas hierzulande 25 Euro zahlen soll, schultere dann 25 Euro mehr als sein Konkurrent im Nachbarland. Deshalb braucht es aus Sicht des Verbandes eine Kompensation, um Wettbewerbsnachteile für solche Anlagen aufzufangen.

DIHK-Präsident Schweitzer weist darauf hin, dass insbesondere mittelständische Industriebetriebe oder Logistiker noch stark auf den Einsatz von Gas und Diesel angewiesen sind. Für sie sei eine direkte Kompensation „umso dringlicher“, denn sie könnten die Mehrbelastungen aus der beschlossenen Erhöhung des CO2-Preises nicht über die niedrigeren Strompreise auffangen. Auch wenn die gegenüber den ursprünglichen Plänen nun viel stärkere Absenkung der EEG-Umlage „ein wichtiges Entlastungssignal“ sei, ergebe sich für viele Betriebe unter dem Strich „eine deutliche Zusatzbelastung“.

Energiekosten: Umlagenbelastung im kommenden Jahr nimmt zu

EEG-Umlage steigt

Wie jedes Jahr haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Mitte Oktober die Höhe der EEG-Umlage fürs Folgejahr bekannt gegeben. Für das Geschäftsjahr 2020 beträgt die EEG Umlage 6,756 Cent pro kWh und verzeichnet somit einen Anstieg von gut 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (rund 6,41 ct/kWh).

Umlage für abschaltbare Lasten auch höher

Letztes Jahr noch kräftig gesunken, steigt die Umlage für abschaltbare Lasten von 0,005 auf 0,007 Cent/kWh recht deutlich. Abschaltbare Lasten sind Verbrauchseinrichtungen, die mit großer Leistung nahezu rund um die Uhr Strom abnehmen und die ihre Verbrauchsleistung aufgrund einer Vereinbarung mit den Übertragungsnetzbetreibern auf deren Anforderung reduzieren können. Die Umlage dient für die Kosten, die den Netzbetreibern beim Lastmanagement von industriellen Betrieben entstehen.

Ebenso die Paragraf-19-Umlage

Auch die Paragraf-19-Umlage war 2019 gesunken, steigt aber für 2020 von 0,305 auf 0,358 Cent/kWh (plus 17,4 Prozent). Paragraf 19 der StromNEV beinhaltet Bedingungen einer atypischen Netznutzung, nach denen sich große Stromverbraucher teilweise von den Netzentgelten befreien lassen können. Außerdem sieht der Absatz 2 reduzierte individuelle Netznutzungsentgelte für große Abnahmemengen vor. Die Umlage dient dem Ausgleich entgangener Netzerlöse der Netzbetreiber.

KWKG-Umlage sinkt

Die KWKG-Umlage liegt für 2020 bei 0,226 Cent/kWh (derzeit bei 0,28 Cent/kWh). Dass diese Umlage, die die Stromverbraucher in Deutschland mit ihrer Stromrechnung für die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung über das KWK-Gesetz (KWKG) bezahlen, sinkt, darüber freuen sich die einen, die anderen bedauern das. So mahnt der BDEW, dass diese Reduktion mit einem massiven Einbruch des Zubaus an KWK-Kapazitäten in den vergangenen beiden Jahren erkauft sei. Für die gesicherte Leistung, die durch die vereinbarte Stilllegung von Kern- und Kohlekraftwerken fehlen würde, müssten aber neue hocheffiziente KWK-Kraftwerke in den nächsten Jahren geplant und gebaut werden.

Gesamtbelastung klettert kräftig

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) rechnet vor, dass sich i
nsgesamt somit für 2020 ein Gesamtumfang der Umlagen von 7,763 Cent je Kilowattstunde (plus 0,352 Cent oder 4,5 Prozent) ergebe. Das bedeute nach drei Jahren in Folge mit sinkender Umlagenlast (2019: 7,411; 2018: 7,555; 2017: 7,684 Cent je Kilowattstunde) für 2020 erneut eine signifikante Steigerung.

Insbesondere die 2020 anziehenden Netzentgelte würden sich erneut als Treiber bei der Preisfestsetzung erweisen. Zwar bleibe die Offshore-Netzumlage als Netzkomponente bei den Umlagen 2020 stabil, die ASEW rechnet aber damit, dass die Energieversorger diese höhere Belastung über kurz oder lang weitergeben. Damit sei der Spielraum für sinkende oder zumindest stabil bleibende Strompreise im kommenden Jahr deutlich geringer geworden. Das sieht auch der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) so. Preistreiber seien Steuern und Abgaben, Netzentgelte und steigende Großhandelspreise. Über 180 Grundversorger haben schon angegeben, dass sie den Strompreis erhöhen werden.

Es drohen Nachzahlungen: Negative Börsenstrompreise beachten und rechtzeitige Meldungen abgeben!

Es drohen Nachzahlungen: Negative Börsenstrompreise beachten und rechtzeitige Meldungen abgeben!

Hocheffiziente neue, modernisierte oder nachgerüstete KWK-Anlagen erhalten nach dem KWKG eine feste Vergütung für den in der Anlage erzeugten Strom, den sogenannten KWK-Zuschlag. Im KWK-G 2016 ist geregelt, dass die KWK-Zulage in den Zeiten, wo die Börsenpreise null oder negativ sind, reduziert werden kann, falls keine Meldung zum 31.03. an den Verteilnetzbetreiber (VNB) erfolgt ist. In dieser Meldung muss u.a. die Angabe enthalten sein, welche Strommenge in den Zeiten von Negativpreisen an der Börse vom Anlagenbetreiber erzeugt und eingespeist wurde.

Betroffen sind:

  • Alle BHKWs mit Inbetriebnahme ab 01.01.2016, die eine KWK-Zulage erhalten
  • PV-Anlagen > 500 kW installierter Leistung
  • Auch SLP-gemessene Anlagen sind betroffen! Da die Werte nicht gemessen werden, kann allerdings keine Meldung erfolgen. Das führt automatisch dazu, dass der VNB eine Nachberechnung (mit der „5-%-Regelung“, s.u.) vornehmen dürfte.

Wer die Meldung nicht abgibt, muss mit 5 Prozent KWK-Zuschlagsreduzierung im betroffenen Monat je Tag mit mindestens einer Stunde mit Negativpreisen rechnen. Bei 5 Tagen mit Negativpreisen bedeutet das eine Reduzierung des KWK-Zuschlags von 25 Prozent in diesem Monat. In einem ersten Beispielfall gelangte uns bei einem BHKW mit 70 kW installierter Leistung eine Nachberechnung von ca. 3.000 € / Jahr zur Kenntnis.

Einige Netzbetreiber, wie z. B. Bayernwerk, verweisen auf ihrer Homepage darauf, dass sie auf eine Meldung des Anlagenbetreibers verzichten, da die gemeldeten Daten ja durch die bereits vorhandene RLM-Messung vorliegen. In diesem Fall drohen keine Nachberechnungen. Nach dem KWKG entbindet die Fernübertragung der Zählerdaten des RLM-Zählers den Anlagenbetreiber nicht von seiner Mitteilungspflicht im Rahmen einer ordnungsgemäßen Jahresabrechnung. Die Netze BW haben – möglicherweise als „Vorreiter“ – die ersten Nachberechnungen (Kürzung des KWK-Zuschlages) verschickt. Es bleibt abzuwarten, wie andere VNB in dieser Thematik verfahren.