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05. Oktober 2020

 

Ölpreise verlieren, schwache Nachfrage ist schuld

Die Ölpreise haben zum ersten Mal seit April wieder verloren. Der Hauptgrund dürfte sein, dass das Angebot deutlich größer ist als die Nachfrage. Solange Corona auf der Welt wütet, ist mit einer Erholung der Nachfrage laut Marktexperten auch nicht zu rechnen. Hinzu kommen einige aus der Reihe tanzende Ölförderländer, die zu viel produzieren. In den USA wird dafür so wenig nach Öl gebohrt wie seit über 120 Jahren nicht mehr. Bei den Fracking-Unternehmen bahnt sich eine Pleitewelle an. Große Ölkonzerne bauen ihre Strukturen um und Arbeitsplätze ab, wobei allerdings auch der Vormarsch erneuerbarer Energien ein Aspekt sein dürfte.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent derzeit bei etwa 41 US-Dollar (vor acht Wochen: bei rund 44 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan gut 40 US-Dollar je Barrel (vor acht Wochen: knapp 41 US-$/b). Die Preise sind denen vor zwölf Wochen sehr ähnlich. Beide Sorten haben sich einander stark angenähert, es gibt kaum noch eine Preisschere.

Ölpreise

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

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