… wie das Haushaltseinkommen mit dem E-Auto-Kauf zusammenhängt?
Am 19. Januar 2026 stellte die Bundesregierung ihre Förderrichtlinie Elektromobilität vor. Ab Mai 2026 soll es eine neue Kaufprämie für Elektroautos mit bis zu 6.000 Euro Förderung geben, um den Umstieg auf klimaneutrale Mobilität zu unterstützen. Förderberechtigt sind private Käufer*innen mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 80.000 Euro (plus 5.000 Euro pro Kind, max. 90.000 Euro) für Neuzulassungen ab 1. Januar 2026.
Wer ein Elektroauto oder ein Auto mit Plug-in-Hybrid-Antrieb oder Reichweitenverlängerer – sogenannte Range-Extender – kauft, wird dabei vom Staat sozial unterstützt. Mit mindestens 1.500 Euro und bis zu 6.000 Euro fördert die Bundesregierung eine solche Neuzulassung. Die Förderung gilt rückwirkend für Autos, die bereits Anfang des Jahres zugelassen worden sind. Informationen gibt es beim Bundesumweltministerium hier:
https://www.bundesumweltministerium.de/media/infografik-zum-e-auto-foerderprogramm
Interessante Zahlen von Destatis
Grund genug für das Statistische Bundesamt (Destatis), hierzu einige interessante Zahlen zu veröffentlichen.
Lediglich 1,3 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2.600 bis unter 3.600 Euro monatlich waren es 3,5 %, bei einem Einkommen von 3.600 bis unter 5.000 Euro monatlich 5,4 %. Dagegen besaßen 13,4 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5.000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride. Insgesamt besaßen 6,0 % der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid. Allgemein besaßen 80 % der Privathaushalte mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel.
Knapp 12 % der Paarhaushalte mit Kindern fahren elektrisch
Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 % der Paarhaushalte mit Kindern besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 % der Paarhaushalte ohne Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung mit E-Autos oder Plug-in-Hybriden unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 % der Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 % und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 %. Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 % der Haushalte diese Art von Fahrzeug.
Vorwiegend elektrisch betriebene Neuwagen oder Leasingfahrzeuge in den Haushalten
Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 %) besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid. Bei 45,2 % dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen besaßen 15,2 % der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid vorhanden war.
Anteil der neu zugelassenen Pkws mit Elektroantrieb zuletzt wieder gestiegen
Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 30,0 % aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines Elektroauto oder Plug-in-Hybrid). Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben noch 20,3 % aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856.500 elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545.100 rein batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 % aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2025 ausmachten (2024: 13,5 %).
Versorgung mit öffentlichen Ladestationen in Deutschland
Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160.000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 36.000 Schnellladepunkte. Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30 Minuten.
Wie der BDEW dazu am 19.01.2026 mitteilte, habe die Energiebranche den Ladeausbau auch in 2025 massiv vorangetrieben, sodass deutschlandweit inzwischen über 200.000 öffentliche Ladepunkte bereitstehen. Dies entspricht einer Ladeleistung von deutlich über 9 Gigawatt. Insbesondere der Ausbau von Schnell- und Ultraschnellladern ab 150 kW hat dabei stark zugenommen. Gleichzeitig liegt die durchschnittliche Auslastung öffentlicher Ladepunkte weiterhin bei nur rund 15 Prozent, was zeige – dies sei derzeit kein Angebots-, sondern ein Nachfragethema.