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Strommarkt 2025: 573 Stunden mit Negativpreisen, Flexibilität lohnt zunehmend

Ein neuer Rekord: 573 Stunden mit Negativpreisen brachte das Jahr 2025, wie eine Auswertung der Day-Ahead-Preise an der Strombörse durch die naturstrom AG zeigt. Zugleich stiegen die Day-Ahead-Preise im vergangenen Jahr in 162 Stunden auf mehr als 200 Euro pro Megawattstunde. Angesichts zunehmender Preisschwankungen lohnt sich Flexibilität im Strommarkt aus Sicht des Ökoenergieversorgers immer mehr.

Das durchschnittliche Preisniveau lag mit 89,08 Euro pro Megawattstunde rund zehn Euro über dem Vorjahr, zudem nahmen die Preisausschläge deutlich zu. 573 Stunden mit Negativpreisen sind über 100 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024 (457). In den generell günstigen Zeiten mit viel Ökostrom-Erzeugung – insbesondere in den solaren Spitzenzeiten – fallen die Preise also zunehmend unter die Nulllinie. Bei Niedrigpreisstunden unter 30 Euro ist das Wachstum nicht ganz so deutlich: von 1.231 im Jahr 2024 auf 1.284 im Jahr 2025. 

Und auch die Hochpreiszeiten werden mehr. Gegenüber dem Vorjahr 2024 haben die Stunden mit Börsenstrompreisen von über 200 Euro pro Megawattstunde um über ein Viertel auf nun 162 zugenommen.

Von den schwankenden Preisen könne man auch profitieren, glaubt naturstrom: „Wer über größere steuerbare Stromverbraucher wie Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher verfügt, kann die Verbräuche in günstige Phasen schieben und mit einem dynamischen Tarif enorm sparen – und gleichzeitig dazu beitragen, das System immer besser auf die Erneuerbaren auszurichten.“ Die Kostenersparnis, die sich durch dynamische Stromtarife und vergünstigte Netzentgelte realisieren lässt und die für E-Autos bis zu 80 Prozent betragen kann, hatte naturstrom Ende Oktober durch eine Studie untersuchen lassen.  2026 und in den kommenden Jahren sind deutliche Fortschritte bei vielen Flexibilitätsoptionen in Sicht: Der Netzausbau auf Übertragungsebene wird deutlich vorankommen, beim Smart-Meter-Rollout werden klare Fortschritte erwartet und Speicher werden eine deutlich wichtigere Rolle einnehmen. Letzteres gilt sowohl für große Batteriespeicher, die zunehmend in den Markt kommen, als auch für die Heimspeicher, die gemäß den Plänen der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur künftig systemdienlicher eingesetzt werden können.

Auch Hochpreisphasen bieten dabei laut naturstrom Chancen, etwa durch die Kombination von Erneuerbaren-Anlagen mit Speichern und entsprechend optimierte Vermarktungsmöglichkeiten. (Quelle: naturstrom, 05.01.2026)