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ENO-Preismonitor

Strommarkt / Erdgasmarkt

Strommarkt – Kompakt

Die Strompreise bleiben volatil: Kaltes, windarmes Wetter treibt die Nachfrage und führt zu Preisspitzen im Spotmarkt mit durchschnittlichen Preisen im Jahr 2026 von rund 9,5 ct/kWh. Zusätzlich belasten hohe EUA‑Preise von rund 90 €/t den langfristigen Terminmarkt, der am 12.01.26 im Base-Kontrakt für das Kalenderjahr 2027 bei 84,85 €/MWh handelte. Geopolitische Unsicherheiten wie etwa Venezuela und Iran erhöhen das Risiko. Bei Budgetverbesserungen sollten Sie frühzeitig aktiv werden, um günstige Marktphasen im ersten Quartal nicht zu verpassen.

Gasmarkt – Kompakt

Der Gasmarkt profitiert aktuell noch von preisdämpfendem Sommerspeichergas, auch wenn die deutschen Speicher bei rund 45 % eher niedrig stehen. LNG‑Importkapazitäten stabilisieren die Versorgung, während weltweit deutlich steigende LNG‑Kapazitäten langfristig entlasten dürften. Kurzfristig können kühles Wetter und sinkende Speicherstände Druck erzeugen, auch weil zuletzt aufgrund Sturmtief Elli weniger LNG anlandete. Die neue Abhängigkeit von US‑LNG bleibt ein mögliches Risikofeld. Die aktuellen Verlaufstiefs im Terminmarkt bieten zum Beispiel für das Kalenderjahr 2027 mit rund 2,6 ct/kWh insgesamt attraktive Chancen für mehrjährige Gasabsicherungen.

(Preisstand 13.01.2026, 11:00 Uhr)

Ölmarkt

Die Ölbörsen kommen angesichts der aktuellen US-amerikanischen Außenpolitik nicht zur Ruhe, da es sehr schwer einzuschätzen ist, wie sich gewisse Ankündigungen weltweit auswirken. So haben seit vielen Jahren vermutlich nur sehr wenige Analysten eine Maßnahme wie die angedrohte Einnahme eines Gebietes eines NATO-Landes durch ein anderes ernsthaft durchkalkuliert. Schlechte Nachrichten auch aus dem Mittleren Osten: Ein neuer Krisenherd ist im Iran (wieder) aufgeflammt. Das Land, dessen Handelspartner ebenfalls zum Ziel US-amerikanischer Strafzölle geworden ist, muss daher derzeit viel Öl zwischenlagern. Die Risikoaufschläge auf Öl sind aktuell erheblich, die Rede in den Medien ist von mehr als drei Dollar je Barrel.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent momentan über 64 US-Dollar (vor ca. vier Wochen: zwischen 62 und 63 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan knapp 60 US-$/b (vor ca. vier Wochen: knapp 59 US-$/b). (Stand: 13.01.2026).

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

DISCLAIMER
Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.