Strommarkt / Erdgasmarkt


Strommarkt – Kompakt
Der Strommarkt zeigt sich zum Wochenauftakt fest. Am Montag, dem 10.08.26, beendete das Frontjahr Base den Handel mit einem Plus von 3,5 Prozent bei 106,71 EUR/MWh, am Dienstag, dem 11.08.26, notiert das Cal 27 Base um 15:30 Uhr mit 104,45 EUR/MWh rund zwei Prozent leichter. Preistreibend wirkt weiterhin die anhaltende Hitze in Verbindung mit ausbleibendem Niederschlag: Der Rheinpegel sinkt kontinuierlich, teils werden ab Donnerstag erstmals einstellige Wasserstände – ab Freitag sogar bis 4 Zentimeter – erwartet. Damit rücken Einschränkungen bei der Binnenschifffahrt und in der Folge bei der Brennstofflogistik zunehmend in den Fokus des Marktes. Der CO₂-Markt bewegt sich derweil seitwärts auf erhöhtem Niveau: Nach einem Minus von 1,5 Prozent am Montag bei 82,12 EUR/t handelt der EUA-Dezember-26-Future aktuell 1,1 Prozent fester bei 82,27 EUR/t.
Gasmarkt – Kompakt
Die europäischen Gasmärkte präsentieren sich zum Wochenstart ebenfalls deutlich fester. Der Jahreskontrakt notiert am Dienstagmittag, 11.08.26, bei 44,45 EUR/MWh und damit beinahe7 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs von 40,65 EUR/MWh. Fundamental bleibt die Lage angespannt: Die aktuelle Hitzewelle stützt die Gasnachfrage, während Dürre und Wasserknappheit den Energiebedarf zusätzlich hoch halten. Der europäische Speicherfüllstand liegt bei 58,8 Prozent. Auf Basis der derzeitigen Einspeicherdynamik wird für Anfang November ein Niveau von rund 72 bis 73 Prozent erwartet — und damit ein Wert unterhalb der in den Vorjahren üblichen Vorwinterreserve. Zusätzliche Unsicherheit kommt weiterhin von der geopolitischen Lage rund um Iran und die USA, die eine Risikoprämie sowohl im Gas- als auch im Strommarkt aufrechterhält.
(Preisstand 11.08.2026, 16:00 Uhr)
Ölmarkt

Weiterhin bereitet die Situation rund um die Straße von Hormus große Sorge. Die Positionen der Konfliktparteien sind weit voneinander entfernt, die gegenseitigen Forderungen erscheinen fast absurd. Eine baldige Einigung käme überraschend, vielmehr scheint auch eine Blockade der wichtigen Schifffahrtsrouten vor Ort nicht ausgeschlossen. Die schwierige und gefährliche Situation quittieren Versicherungen mit entsprechenden Kosten, sodass Tanker Umwege nehmen, mit der Folge einer Verknappung des Exports von LNG und Rohöl aus der Region.
Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent bei derzeit rund 88 US-Dollar (vor ca. vier Wochen: unter 73 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan über 82 US-$/b (vor ca. vier Wochen: gut 69 US-$/b). (Stand: 11.08.2026).
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Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.