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ENO-Preismonitor

Strommarkt / Erdgasmarkt

Immer neue Meldungen und geopolitische Spannungen, vor allem in Nahost, belasten die Energiemärkte und führen zu Unsicherheit. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Preise auch keine eindeutige Richtung zeigen und stärker hin- und her pendeln.

Der Stromterminmarkt bewegt sich im Basekontrakt zwischen 90 – 95 EUR/MWh. Die weiteren Jahre folgen mit ca. 81 bzw. 72 EUR/MWh.

Im Erdgasterminmarkt liegt man zwischen 33 – 37 EUR/MWh, weitere Jahre abfallend bei 31 – 27 EUR/MWh.

Weitere Einflussfaktoren sind immer noch schwankende Preise für Kohle und CO2-Zertifikate. Bei CO2 sollte wieder mehr Ruhe einkehren, da die Frist 30.04. nun vorüber ist.

Die Spotmärkte Strom/Erdgas haben den April im Mittel mit 6,24 bzw. 2,90 Cent/kWh recht konstant abgeschlossen und befinden sich auf einem guten Kurs. Hier zeigt sich die weniger große Anfälligkeit der Spotmärkte für Unsicherheiten geopolitischer Art. Es kommt viel mehr auf Einspeisungen der Erneuerbaren an. Mit wärmeren Temperaturen und vermehrter Einspeisung der PV-Anlagen wird der Effekt der günstigen Mittagsstunden größer. Bestenfalls wechseln sich die Wetterlagen ab, dann ist auch mit vermehrter Windeinspeisung zu rechnen. Im schlechteren Fall gibt es längere Hitzephasen im Sommer. Dies vermindert eher die Windeinspeisung …

Eine derzeit häufiger diskutierte „Eigenheit“ des Marktes möchten wir hier noch erläutern. Es handelt sich genauer gesagt um negative Preise am Spotmarkt. Diese treten dann auf, wenn das Angebot deutlich die Nachfrage überschreitet. Klassische BWL – Angebot und Nachfrage führen zur Preisbildung. Daher nicht verwunderlich, dass gerade an wind-/sonnenreichen Wochenenden und weniger Nachfrage der Industrie häufiger negative Stundenpreise auftreten. Je größer die installierte Leistung der Erneuerbaren wird, desto mehr werden diese unplanbaren Mengen ins Netz eingespeist und führen zu Verwerfungen. Gerade für Investoren ist dies aber eher ein Unsicherheitsfaktor, welcher abschreckend wirkt. Hilfreich wären bessere Speichermöglichkeiten, um diese „Übermengen“ aufzunehmen.

(Preisstand 07.05.2024, 11:00 Uhr)

Ölmarkt

Die Nachricht über stattfindende Verhandlungen zu einem Waffenstillstand für Gaza führte zunächst zu einer leichten Entspannung an den Ölbörsen, hier gingen die Ölpreise merklich zurück. Doch leider ist bei den Verhandlungen noch kein Durchbruch zu vermelden, sodass abzuwarten bleibt, wie nachhaltig diese Entspannung ausfällt. Die Drohung der Huthi-Rebellen, Schiffe im Mittelmeer anzugreifen, schürt auf der anderen Seite die Sorgen.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent derzeit über 83 US-Dollar (vor vier Wochen: zwischen 89 und 90 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan unter 79 US-Dollar je Barrel (vor vier Wochen: über 85 US-$/b). (Stand: 06.05.2024).

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

DISCLAIMER
Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.