Strommarkt / Erdgasmarkt

Strommarkt – Kompakt

Die deutschen Strom-Terminpreise zeigen sich weiterhin stabil auf erhöhtem Niveau. Das Frontjahr Base notierte zuletzt im Bereich um 95 EUR/MWh, gab im Handel am 09.06.26 jedoch leicht nach. Treiber der Preisentwicklung bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten, die über anhaltende Risikoprämien den gesamten Energiemarkt stützt.

Kurzfristig wirken fundamentale Faktoren leicht dämpfend: Die aktuell sehr hohe Windeinspeisung liegt deutlich über dem langjährigen Mittel und entlastet insbesondere den Spotmarkt. Dieser Effekt dürfte jedoch nur temporärer Natur sein, da sich die Einspeisung im Wochenverlauf wieder normalisiert. CO₂ liefert derzeit einen leichten Aufwärtsimpuls rund um 76-77 EUR/t. Richtungsweisend könnten hier die Reformvorschläge der EU-Kommission sein, die Mitte Juli vorgelegt werden. Insgesamt bleibt die Nachrichtenlage marktbestimmend.

Gasmarkt – Kompakt

Der Gasmarkt zeigt sich zu Wochenbeginn deutlich fester, nachdem die Wiederaufnahme vereinzelter Kampfhandlungen die Aussicht auf ein zeitnahes Konfliktende wieder in die Ferne gerückt hat. Die Preise stiegen zwischenzeitlich auf ein Zwei-Wochen-Hoch, mit Day-Ahead-Niveaus über 51 EUR/MWh, bevor im Tagesverlauf eine Korrektur unter die Marke von 50 EUR/MWh einsetzte. Auch der Terminmarkt bleibt stabil, mit dem Cal-27 im Bereich um 39 EUR/MWh. Haupttreiber bleibt damit die geopolitische Lage im Nahen Osten, die weiterhin erhöhte Risikoprämien aufrechterhält. Entlastend wirken gleichzeitig steigende LNG-Zuflüsse nach Europa, insbesondere aus den USA. Trotz dessen füllen sich die Gasspeicher mit rund 35 Prozent bislang nur träge, sodass eine verstärkte LNG-Konkurrenz mit Asien – insbesondere bei hohen Temperaturprognosen – weiteres Aufwärtspotenzial mit sich bringen kann.

(Preisstand 09.06.2026, 15:00 Uhr)

Ölmarkt

Man hofft auf eine weitere Beruhigung der Lage in Nahost, wo es aber immer noch zu Eskalationen kommt – die Lage bleibt also angespannt. Trotzdem sinken aktuell die Ölpreise tendenziell, was Analysten darauf zurückführen, dass sich zum einen die Nachrichten etwas positiver anhören und außerdem der Markt sich an die Verhältnisse anpasst, indem alternative Routen bzw. Transportmöglichkeiten ausgearbeitet wurden, die USA ihre Ölexporte hochgefahren haben und die Nachfrage aus Asien gesunken ist.

Die Straße von Hormus ist für den Öltransport von hoher Bedeutung, die Situation wird auch nach einem Ende des Krieges Monate brauchen, bis hier ein „Normalzustand“ wiederhergestellt ist. Hinzu kommt die Versorgungssituation des Ölweltmarktes. Dieser erscheint in diesem Jahr unterversorgt, mit einer raschen Erholung durch eine Überversorgung in 2027 wird gemäß dem aktuellen Monatsreport der U.S. Energy Information Administration (EIA) hingegen gerechnet, sofern sich die Situation an der Straße von Hormus normalisiert.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent bei momentan gut 91 US-Dollar (vor ca. vier Wochen: mehr als 113 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan über 88 US-$/b (vor ca. vier Wochen: zwischen 104 und 105 US-$/b). (Stand: 10.06.2026).

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Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.