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Strommarkt / Erdgasmarkt

Derzeit liegt der Preis des Frontjahres Strom bei < 500 Euro/MWh. Nach dem zwischenzeitlichen Allzeithoch bei Strom und Erdgas scheint sich der Markt nun wieder zu relativieren. Ein Rückgang von 50 % klingt erstmal gut, ist aber aufgrund der Rekordpreise wahrlich noch nicht genug. Grund zur Hoffnung gibt in diesem Zusammenhang das Vorhaben der EU, die Erlöse von Stromerzeugern mit „niedrigen Gestehungskosten“ zu begrenzen. Das bedeutet, es wird wohl einen Höchstpreis für alle „Nicht-Gaskraftwerke“ geben. Sollte sich alsbald dazu entschlossen werden, wäre eine Eindeckung mit Tranche absolut eine Überlegung wert. Aufgrund dieses Vorhabens und den mauen Konjunkturaussichten hat sich auch der CO2-Preis von seinen Spitzen verabschiedet. Zudem ist es weniger heiß, die Aussichten für Oktober sind milde, es gibt mehr Regen und daher auch höhere Pegelstände und mehr Wasserkraft. Dieser Mix und die Tatsache, dass die Einspeicherung von Gas bereits vorzeitig die 85 % übersteigt und bald schon die 90 % ankratzen wird, lässt die Preise langsam durchatmen. Die THE wird nicht mehr Erdgas zu jedem Preis einkaufen müssen, um die Speicher zu füllen, daher sollte dies auch Entlastung auf dem Gasmarkt bringen. Hoffen wir, dass dieser Trend so weitergeht. 

Die Belieferung über Nord Stream 1 liegt derweil bei null Prozentpunkten. Man hat nach der erneuten außerplanmäßigen Wartung selbstverständlich einen Grund gefunden, weshalb man einen Weiterbetrieb nicht gewährleisten kann. Ebenso streitet man weiter um die Turbine, die seit langem repariert ist. Sein Bild über dieses Vorgehen darf sich jeder gern selbst machen …

Über die weitere Entwicklung kann derzeit keine seriöse Aussage getroffen werden. Letztlich hängt dies zu sehr großen Teilen vom weiteren Fortgang des Konflikts ab. Dennoch ist es wichtig, einen Vertrag für die kommenden Jahre mit der Möglichkeit einer Eindeckung zu schließen.

(Preisstand 12.09.2022, 11.00 Uhr)

Ölmarkt

Energiepreismonitor Öl

Der seit etwa Mitte Juni zu beobachtende Abwärtstrend bei den Rohölnotierungen scheint sich erstmal fortzusetzen, diese befanden sich zwischenzeitlich sogar auf dem Niveau von Februar. Die konjunkturellen Befürchtungen sowie die Inflationsentwicklung belasten die Märkte, auch der Umgang Chinas mit Coronaausbrüchen wirkt sich weiterhin global aus. Die EU-Minister diskutieren Möglichkeiten, die Energiepreise einzufangen, bis hin zu einer möglichen Deckelung russischer Gasimporte. Eine Reduzierung der Gaspreise würde aller Voraussicht nach auch die Preise für Strom oder Heizöl entsprechend beeinflussen. Die Situation bleibt unsicher und volatil.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent derzeit bei über 91 (vor vier Wochen: knapp 96) US-Dollar. Die US-Leitsorte WTI kostet momentan gut 85 (vor vier Wochen: rund 90) US-Dollar je Barrel.

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.