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ENO-Preismonitor

Strommarkt / Erdgasmarkt

Strommarkt – Kompakt

Die deutschen Strom-Terminpreise bleiben erhöht und reagieren derzeit primär auf geopolitische Impulse. Das Frontjahr Base schloss am 04. Mai 2026 bei 92,84 EUR/MWh (+1,27 %), während sich der Kontrakt im weiteren Verlauf des Dienstags kaum verändert zeigte. Auslöser der jüngsten Aufwärtsbewegung waren neue Eskalationen im Nahen Osten, die über den Gasmarkt direkt auf den Strompreis durchschlugen. So wurde über einen möglichen iranischen Angriff auf eine US‑amerikanische Fregatte berichtet – insgesamt rücken damit Bemühungen um eine zeitnahe Einigung in den Hintergrund. Zusätzlich wirkte die verzögerte Rückkehr von drei französischen Kernkraftwerken (3,1 GW) preisstützend. Weiterhin dominiert die Nachrichtenlage das Marktgeschehen.

Gasmarkt – Kompakt

Der Gasmarkt zeigt sich weiterhin klar geopolitisch getrieben. Nach neuen Eskalationsmeldungen pendelte sich das Cal 27 am 04. Mai 2026 bei 40,32 EUR/MWh ein, nachdem am 17. April noch die Unterstützung rund um 35 EUR/MWh getestet worden war. Seither ist der kurzfristige Aufwärtstrend wieder intakt. Mit Blick auf die Frontmonate Juni und Juli wirkt eine kurzfristige Konfliktlösung unwahrscheinlich: Diese schlossen am Montag bei 48,63 EUR/MWh bzw. 48,92 EUR/MWh. Die Lage rund um die Straße von Hormus bleibt das zentrale Risikothema und sorgt für eine anhaltende geopolitische Risikoprämie. Fundamentale Faktoren wie Speicherstände (rund 27  %) oder norwegische Liefermengen spielen aktuell nur eine untergeordnete Rolle, tragen jedoch weiterhin zu allgemeinen Versorgungssorgen bei.

(Preisstand 05.05.2026, 15:30 Uhr)

Ölmarkt

Nach wie vor werden die Nachrichten zum Thema Ölpreise vom Iran-Krieg beherrscht, der immer wieder eskaliert, was alle anderen Nachrichten in den Hintergrund drängt. Nach wie vor ist das Thema derzeit immer noch ohne konkrete Aussicht auf eine baldige Lösung, die Fronten scheinen verhärtet. Solange die Schiffsdurchfahrt der Straße von Hormus unmöglich oder nur eingeschränkt möglich bleibt und sich der Rückstau von Schiffen dort weiter aufbaut, wird dies die Ölpreise stark beeinflussen. Auch danach wird es dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert. Hinzu kommt der Hinweis von Analysten, dass sich die globale Ölversorgung auf die niedrigsten Bestände seit Jahren hinbewegt.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent momentan mehr als 113 US-Dollar (vor ca. vier Wochen: über 95 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan zwischen 104 und 105 US-$/b (vor ca. vier Wochen: gut 91 US-$/b). (Stand: 05.05.2026).

DISCLAIMER
Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.