Strommarkt / Erdgasmarkt


Strommarkt – Kompakt
Der deutsche Stromterminmarkt setzte seinen Aufwärtstrend zu Wochenbeginn fort und erreichte neue Mehrjahreshochs. Das Frontjahr 2027 notierte zuletzt bei 142,71 €/MWh und bewegt sich damit auf dem höchsten Preisniveau seit 2023. Haupttreiber bleiben die deutlich gestiegenen Gaspreise, welche weiterhin die Grenzkosten der Stromerzeugung bestimmen. Zusätzliche Unterstützung kommt von höheren Kohle- und CO₂-Preisen. Der EUA-Kontrakt notierte zuletzt bei rund 88,50 €/t CO₂. Gleichzeitig belasten Einschränkungen der französischen Kernkraftproduktion weiterhin die europäische Stromversorgung. Eine nachhaltige Entspannung am Terminmarkt ist aufgrund hoher Brennstoffkosten und anhaltender geopolitischer Risiken derzeit nicht erkennbar.
Gasmarkt – Kompakt
Auch der Gasterminmarkt bleibt auf einem hohen Preisniveau. Das Frontjahr 2027 stieg zuletzt auf 67,77 €/MWh und erreichte damit ebenfalls ein Mehrjahreshoch. Preisstützend wirken weiterhin geopolitische Unsicherheiten, die hohe LNG-Abhängigkeit Europas sowie die vergleichsweise niedrigen Speicherstände. Die deutschen Gasspeicher waren zuletzt nur zu knapp 60 Prozent gefüllt und liegen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zusätzlich sorgen Ausfälle und Wartungsarbeiten im norwegischen Fördersystem sowie kühlere Wetterprognosen für erhöhte Versorgungssorgen. Die Kombination aus niedrigen Speicherständen, witterungsbedingten Nachfrageerwartungen und geopolitischen Risiken dürfte die Risikoprämien am Gasmarkt vorerst hoch halten.
(Preisstand 13.10.2026, 06:00 Uhr)
Ölmarkt

An den Ölbörsen geht es mal auf und mal ab, aber das Niveau bleibt anscheinend erstmal hoch, jedenfalls solange die Infrastruktur im Mittleren Osten durch die Konflikte beeinträchtigt bleibt. Die Schifffahrt sieht sich in der Straße von Hormus weiterhin gefährdet, was sich als entsprechend preistreibend erweist. Die Stimmung ist nach wie vor nervös. Wegen der schwächelnden globalen Konjunktur gehen Analysten aber von einem kräftigen Rückgang der Preise aus, sobald die Transportwege wieder frei sind.
Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent bei derzeit rund 105 US-Dollar (vor ca. vier Wochen: über 108 US-$/b). Die US-Leitsorte WTI kostet momentan rund 92 US-$/b (vor ca. vier Wochen: zwischen 104 und 105 US-$/b). Trotz des jüngsten leichten Rückgangs liegen die Ölpreise damit immer noch rund 56 Prozent über dem Vorjahresniveau. (Stand: 13.10.2026).
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Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.