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Strommarkt / Erdgasmarkt

Die Märkte haben zuletzt nervös auf den nun vollzogenen Gaslieferstopp für Polen und Bulgarien seitens der russischen Föderation reagiert. Starke Kursschwankungen, erst aufwärts, dann wieder abwärts, waren die Folge. Aktuell bewegt sich der Markt zwischen 195–212 Euro/MWh für das Frontjahr (Base). Erdgas kostete zuletzt für das Frontjahr zwischen 80–90 Euro/MWh. Experten halten einen Stopp der deutschen Belieferung aus Russland für eher unwahrscheinlich, jedoch bleibt die Gefahr weiter bestehen. Eine Folge wäre die Verteuerung um 50 Prozent im Erdgassektor.

Immerhin hat sich die Abhängigkeit von russischem Erdgas mittlerweile von über 50 Prozent auf gut 30 Prozent reduziert. Ebenso kommt die Befüllung der Speicher gut voran. Aktuell bewegt sich der Speicherstand in Richtung der 35 Prozentpunkte. Ein weiterer, wenn auch im Vergleich relativ kleiner Preistreiber war der zuletzt wieder erstarkte CO2-Preis. Wie nachhaltig dies sein wird, muss die Zukunft zeigen.

Über die weitere Entwicklung kann nur spekuliert werden. Letztlich hängt dies zu sehr großen Teilen vom weiteren Fortgang des Konflikts ab.

(Preisstand 29.04.2022, 18.00 Uhr)

Ölmarkt

Energiepreismonitor Öl

Beim Krieg von Russland gegen die Ukraine ist leider noch kein Ende in Sicht, entsprechend bleibt die Lage auf allen Märkten inklusive dem Rohöl-Weltmarkt volatil. Große Einflussfaktoren derzeit sind der teurere US-Dollar und die coronabedingt verringerte chinesische Nachfrage als normalerweise eher dämpfende Faktoren und dagegen das mögliche Embargo der EU gegen russisches Öl sowie eine Ölprodukteknappheit in den Staaten. In Deutschland ist laut dem BMWK der Anteil an russischem Öl von 35 auf 12 Prozent gesunken.

Vor diesem Hintergrund notiert das Barrel der Nordseesorte Brent derzeit bei rund 106 (vor vier Wochen: etwa 109) US-Dollar. Die US-Leitsorte WTI kostet momentan knapp 104 (vor vier Wochen: fast 105) US-Dollar je Barrel. Auch wenn insgesamt die Leitsortenölpreise sich gegenüber vor vier Wochen nicht gravierend verändert haben und eher leicht gesunken sind, scheint seit Ende April aber wieder eine Steigerung einzusetzen.

(Chart mit freundlicher Genehmigung von Tecson)

Dies ist eine allgemeine Marktinformation und Analyse, die wir nach bestem Wissen zusammengestellt haben. Alle Informationen stammen aus Quellen, welche wir als zuverlässig ansehen. Dies stellt ausdrücklich keine Kaufempfehlung dar. Jede Beschaffungsstrategie muss einzeln betrachtet und auf den Kunden abgestimmt werden. Wir übernehmen keine Haftung für hieraus abgeleitete Eindeckungen und Abschlüsse.